„Noch nicht auf dem Podest, wo uns manche sehen“

Ein kleines Déjà-vu erlebte die SG Bronnzell im Gruppenliga-Auftaktspiel: Vor einem Jahr – damals gegen FT Fulda – führte die Viktoria am ersten Spieltag mit 2:0, spielte am Ende aber nur 2:2. Danach sah es auch lange gegen die Spvgg. Hosenfeld aus – nur dass der Titelkandidat durch ein Last-Minute-Tor gegen den Meister sogar noch verlor.

„Die Analyse fällt immer noch schwer“, sagte Bronnzells Trainer Jens Keim einen Tag nach dem Spiel. Sein Team habe nach dem Anschlusstreffer völlig den Faden verloren, es sei in alte Muster zurückgefallen und habe nur noch lange Bälle in Richtung Gegner gespielt. „Eigentlich haben wir die spielerische Qualität. Doch man hat gemerkt, dass die Automatismen fehlen. Vielleicht hat sich der ein oder andere nach dem Flieden-Spiel zu weit gewähnt.“ Gegen den Hessenligisten hielt der Gruppenligist beim 1:2 im Kreispokal lange auf Augenhöhe mit, Hosenfeld dagegen verlor einen Tag später gegen die Buchonia mit 0:8.

„Die Gruppenliga ist aber ein anderes Metier. Schönspielerei reicht da nicht, da braucht es auch mal einen, der dazwischenhaut“, betonte Keim. Genau so einer wäre Tarek Belaarbi gewesen, der urlaubsbedingt fehlte. Auch bei Marian Weber (muskuläre Probleme) ging die Viktoria kein Risiko ein. Dennoch wollte Bronnzell das Spiel unbedingt vorziehen, um nicht freitagsabends auf einen Kunstrasenplatz ausweichen zu müssen.

Ausreden wollte der 41-Jährige aber grundsätzlich nicht akzeptieren: „Wir haben den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht. Daran muss die Mannschaft wachsen“, so Keim, der gleichzeitig die hohen Erwartungen an seine Truppe bremsen wollte: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Wir stehen noch nicht auf dem Podest, wo uns einige draufheben wollen.“

Quelle: https://www.torgranate.de
Foto: Charlie Rolff; Dem Jubel folgte bei den Spielern von Viktoria Bronnzell schnell Ernüchterung.

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