Viktoria dreht nach Weckruf auf

Der JFV Viktoria Fulda hat sich mit einem 6:2 (2:2)-Derbyerfolg gegen den FV Horas in die Winterpause der A-Junioren-Hessenliga verabschiedet.

Die rund 250 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Richard-Müller-Straße sollten ihren Besuch bei anhaltenden Regenschauern nicht bereuen. Denn das Derby hielt neben intensiven Zweikämpfen ebenso mustergültige Spielzüge wie Traumtore parat. Bereits der Auftakt in die Partie hatte es in sich: Horas rannte die Abwehrreihe von Viktoria Fulda in der Anfangsphase unermüdlich an und provozierte immer wieder Fehler im Spielaufbau. Das Team von Trainer Matthias Wilde wirkte präsenter und führte nach einer knappen Viertelstunde bereits mit 2:0. Ex-JFVler Keanu Clemente Banh traf gleich zweimal per Kopf.

Wenige Minuten später hätte Horas dann seinem Kontrahenten endgültig den Zahn ziehen können, als Noah Odenwald freistehend vor Maximilian Weisbäcker auftauchte. Der Fuldaer Schlussmann ahnte in dieser Situation aber die richtige Ecke und vereitelte somit die Großchance auf das 3:0. Odenwald war es auch, der wiederum nur wenige Minuten später mit seinem Lupfer knapp das Tor verfehlte. „Wir haben sehr gut in die Partie gefunden. Dann hat unser Spiel jedoch einen Bruch erlitten, was sich dann bis in die Schlussminuten hinein – abgesehen von einer kurzen Phase – durchgezogen hat“, haderte Horas-Coach Matthias Wilde, dessen Team nach 33 Minuten die erste nennenswerte Torchance des JFV zuließ, als Hamed Noori mit seinem Kopfball an Maurice Pappert scheiterte.

Noori war es dann auch, der neue Hoffnung im JFV-Lager entfachte. Noori zirkelte den Ball von der Strafraumkante zum 1:2 in den linken Torwinkel (35.). Fulda wirkte nun wie beflügelt und kam noch vor der Pause zum Ausgleich, den der stark aufspielende Lorenz Hoss markierte. „Nach den beiden frühen Gegentoren hatten wir etwas Glück, nicht noch ein weiteren Treffer zu kassieren. Danach hat meine Mannschaft eine sagenhafte Reaktion gezeigt“, lobte Florian Roth, Trainer des JFV und fügte an: „Ich habe meinen Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir die größeren Kraftreserven haben und wir diesen Vorteil nutzen müssen.“

Und Roth sollte Recht behalten. Denn im zweiten Durchgang diktierten die Barockstädter das Geschehen und ebneten letztlich dank der Tore von Arnis Mulaj (2), Lorenz Hoss und Niko Zvekic den Weg zu einem verdienten Derbyerfolg. „Wir sind alle überglücklich und haben bis hierhin eine sehr ordentliche Runde gespielt. Der Derbysieg ist für uns jetzt ein schöner Abschluss, um dann im Feburar gestärkt in die Restrunde zu gehen“, frohlockte Florian Roth. Enttäuschung herrschte indes bei den Akteuren des FVH. „Es war eine bittere Niederlage, die am Ende in Ordnung geht. Dass die Spieler nach so einem Spielverlauf niedergeschlagen sind, ist absolut verständlich. Trotzdem haben wir uns in der Hessenliga etabliert und wollen in den restlichen Spielen alles daran setzen, um die Klasse zu halten“, richtete Matthias Wilde sogleich den Blick nach vorne.

Quelle: https://www.torgranate.de/ Foto: Charlie Rolff

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