Das erste halbe Jahr unter Zlatko Radic beim Fußball-Gruppenligisten SG Bronnzell ist vorbei: Nach 15 absolvierten Spielen steht die Viktoria auf einem soliden sechsten Tabellenplatz und hat mit den meisten Nachholspielen der ganzen Klasse die Möglichkeit, im neuen Jahr sowohl ganz oben anzugreifen als auch nach unten abzurutschen. Radic gibt die Marschroute vor: „Wir wollen in der verrückten Liga oben dranbleiben“.
Der Saisonauftakt unter Radic verlief für die Viktoria noch durchwachsen. Zum Start gab es lediglich zwei Unentschieden, ehe am dritten Spieltag der erste Sieg eingefahren werden konnte. „Am Anfang hatten wir etwas Sand im Getriebe – haben uns dann aber gefunden“, erinnert sich der Coach. Acht Siege und vier Remis nach 15 Spielen stimmen Radic zur Winterpause zufrieden. Dabei lobt er besonders den Zusammenhalt im Verein und Umfeld sowie die Trainingsbeteiligung seines Teams. „Wenn wir so weiter machen, dann geht es in die richtige Richtung“.
Über die Wintermonate sollen sich die Spieler erholen und Zeit mit ihren Familien und Freunden genießen. Da die Restrunde bereits Anfang März startet, möchte Radic bis zum Vorbereitungsstart Ende Januar einen gewissen Fitnessstand bei seinen Spielern sehen. Dafür habe er seinen Jungs einen achtwöchigen Laufplan ausgehändigt. „Ich hoffe, dass sie selbst eine Basis schaffen“, sagt der Coach. In der Vorbereitung stehen dann einige taktische Inhalte und sehr viele Testspiele an. „Wir wollen wieder schnell in den Rhythmus kommen“, erläutert Radic und gibt folgende Marschroute vor: „Wir wollen in dieser verrückten Liga oben dranbleiben“.
Doch der Coach ist sich genauso bewusst, dass die Gruppenliga bereits zeigte: Hier kann alles passieren. Bis zum Spitzenreiter Aulatal sind es vier Punkte (und zwei Nachholspiele), zum möglichen Abstiegsrelegationsplatz sogar nur drei Zähler, bei ebenfalls ein bis zwei Spielen in der Hinterhand.
Radic erwartet ein sehr spannendes Jahr 2026 mit offenem Ausgang, sowohl in der oberen als auch unteren Tabellenhälfte. Die Viktoria aber nimmt ganz klar die oberen Ränge ins Visier. „Wir müssen in jedem Spiel die 100 Prozent abrufen“, mahnt Radic, dem in der Hinrunde das ein oder andere Mal die Konstanz fehlte. Dabei unterstützten könnten womöglich Neuzugänge: Der Verein sei derzeit in Gesprächen, spruchreif ist allerdings laut dem Trainer noch nichts.
Quelle: www.osthessen-zeitung.de