„JFV Viktoria als Marke etabliert“ – HFV erkennt die Fusion an

Die Mitglieder hatten bereits zugestimmt, auch der HFV hat nun die „Fusion light“ im Fuldaer Juniorenfußball anerkannt: Der JFV Viktoria Fulda wird zum 1. Juli in die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz eingegliedert, die Teams laufen ab sofort alle unter dem Namen der SGB auf. Damit endet eine mehr als neunjährige Erfolgsgeschichte als Jugendförderverein.

Thomas Dreifürst, der Vorsitzende des JFV Viktoria Fulda, hat die Bestätigung vom HFV am Freitagabend per Mail bekommen: Das Verbandspräsidium hat demnach die Fusion mit Wirkung vom 1. Juli 2021 anerkannt. Nun stehen noch zwei weitere, formale Schritte an: Der Verbandsjugendausschuss muss zustimmen, dass die Spielklassen vom JFV auf die SG Barockstadt übergehen, die Teams also da weiterspielen dürfen, wo sie bisher spielen. Und der Verein JFV Viktoria Fulda muss aus dem Vereinsregister mit Wirkung eben jenes 1. Juli gelöscht werden.

Über neun Jahre gibt es den JFV, der am 23. April 2012 gegründet wurde. „Wenn man so zurückblickt, haben wir als Verein viel erreicht, wir haben die Jugendarbeit in Osthessen vorangebracht, sportliche Erfolge verzeichnet und ein ordentliches Management hinbekommen“, so Dreifürst, der den Verantwortlichen der SGB versprechen kann, „dass wir einen sehr gut geführten und strukturierten Verein übergeben“. Man könne ganz klar behaupten, „dass wir uns unter dem Namen JFV Viktoria als Marke etabliert haben, man kennt uns hessenweit, teilweise bundesweit. Das sieht man an den Nachfragen von den jeweiligen NLZs, sodass wir mehr als zufrieden sein können“. Die Mitglieder können nun selbst entscheiden, ob sie ebenfalls mit zur SG Barockstadt gehen wollen, Dreifürst jedenfalls wird künftig eher im Hintergrund arbeiten: „Ich werde bestimmt noch etwas bewegen wollen, aber für mich geht es jetzt ohne ein Amt weiter“.

Quelle: https://www.osthessen-zeitung.de
Foto: Svenja Müller

HFV-Vorstand beschließt Abbruch – Hessenliga ausgenommen

Der HFV hat nun per Umlaufverfahren final entschieden, dass die vom HFV organisierten Meisterschaftswettbewerbe inklusive des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs, sowie die vom Verband in Spielrunden organisierten Spiele der Spielzeit 2020/2021 im Herren-, Frauen-, sowie Juniorinnen- und Juniorenbereich mit sofortiger Wirkung abgebrochen und annulliert werden. Eine Ausnahme bilden die Hessenligen und die Pokalwettbewerbe.

Ausgenommen von der Entscheidung über die Annullierung sind die Spielklassen der Lotto Hessenliga im Herrenbereich, die Hessenliga im Frauenbereich, die Hessenligen der A-, B- und C-Junioren sowie die Hessenliga der B-Juniorinnen. Für diese Spielklassen erfolgt eine gesonderte Entscheidung durch den Verbandsvorstand im Hinblick auf die Wertung bzw. Annullierung dieser Spielklassen, einschließlich der hierzu erforderlichen Regelungen. Der entsprechende Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Die Entscheidung des HFV bezieht sich auf die Meisterschaftswettbewerbe der oben genannten Bereiche einschließlich der dazugehörigen Qualifikations-, Entscheidungs-, Aufstiegs- und Relegationsspiele im Zuständigkeitsbereich des HFV und der vom Verband in Spielrunden organisierten Spiele (zum Beispiel Spiele von Mannschaften außer Konkurrenz). Die Pokalwettbewerbe sind hingegen von dieser Entscheidung gänzlich ausgenommen. Auch die Entscheidung über die Wertung der Lotto Hessenliga, der Hessenligen der A-, B- und C-Junioren sowie der B-Juniorinnen Hessenliga ist zunächst aus dem jetzigen Beschluss ausgeklammert. Eine entsprechende Entscheidung bezüglich der Wertung dieser Spielklassen soll erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden, insbesondere auch deswegen, da andere Landesverbände, die gegebenenfalls auch dazu berechtigt wären, Aufsteiger an übergeordnete Ligen zu melden, noch keine abschließende Entscheidung dazu gefällt haben.

„Das nun abgeschlossene Umlaufverfahren hat erwartungsgemäß den Prozess und das Diskussionsergebnis der letzten Sitzung des Verbandsvorstandes einstimmig bestätigt, so dass die von der überwiegenden Anzahl der Vereine gewünschte Klarheit herrscht. Nun hoffen wir darauf, dass wir die kommende Saison 2021/22 wieder regulär austragen und sportlich auf dem Platz abschließen können“, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß.

Quelle: https://www.osthessen-zeitung.del

Der Hessische Fußball-Verband steht vor Abbruch der Meisterschaftsrunde

Jetzt ist es raus: Der Hessische Fußball-Verband (HFV) steht vor einem Abbruch und einer damit einhergehenden Annullierung der vom HFV organisierten Meisterschaftswettbewerbe (einschließlich aller Entscheidungs-, Aufstiegs- und Relegationsspiele, des Ü-Bereichs und Futsal-Ligaspielbetriebs) sowie der vom Verband in Spielrunden organisierten Spiele der Spielzeit 2020/2021 im Herren-, Frauen- sowie Juniorinnen- und Juniorenbereich unter Berücksichtigung der Schnittstellen zu übergeordneten Verbänden.

Diese die Schnittstellen betreffende Spielklassen sind die Lotto-Hessenliga im Herrenbereich, die Hessenliga im Frauenbereich, die Hessenligen der A-, B- und C-Junioren sowie die Hessenliga der B-Juniorinnen. Für diese Spielklassen erfolgt eine gesonderte Entscheidung durch den Verbandsvorstand im Hinblick auf die Wertung beziehungsweise Annullierung. Die Pokalwettbewerbe sind davon nicht betroffen. Die HFV-Verbandsvorstandssitzung am Samstag zeichnete diesbezüglich ein einstimmiges Meinungsbild, das nun noch in einem Umlaufverfahren fixiert werden muss. Über das Ergebnis dieses Verfahrens wird gesondert informiert.

Hinrunde könnte sowieso nicht abgeschlossen werden

HFV-Präsident …Archivfoto: O|N / Martin Engel

Nach den Beschlüssen der Konferenz der Ministerpräsident:innen sowie der Bundeskanzlerin vom 22. März und der daraus resultierten Verfügungslage mit deren Auswirkungen auf den Spielbetrieb ist eine adäquate und für alle Beteiligten zumutbare sportliche Beendigung der Meisterschaftswettbewerbe unter Berücksichtigung der vorliegenden pandemiebedingten Gesamtsituation mit aktuell steigenden Inzidenzzahlen nicht mehr möglich. Ausgehend und aufgrund der einschränkenden Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Hessen mit Laufzeit bis zum 18. April 2021 und der Notwendigkeit eines grundsätzlich erforderlichen und angemessenen Trainingsvorlaufes, ist es schon jetzt in einer großen Anzahl der Spielklassen absehbar, dass dort, selbst bei Trainingsstart unmittelbar nach dem 18. April  2021, eine Hinrunde nicht vollständig abgeschlossen werden könnte.

Das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes wird daher einen entsprechenden Antrag auf Saisonabbruch und Annullierung stellen. Die finale Entscheidung hierzu wird durch den Verbandsvorstand in einem formalen Umlaufverfahren getroffen. Danach würde durch den Abbruch die Saison, abgesehen von den oben genannten Ausnahmen, annulliert werden. Somit würde kein Aufstieg und kein Abstieg stattfinden. Bezüglich des Umgangs von Ligen mit Schnittstellen zu anderen Verbänden stehen noch Entscheidungen von übergeordneten Verbänden aus, inwiefern die Themen Aufstieg in die höhere Liga beziehungsweise Abstieg aus der übergeordneten Liga behandelt werden.

Einstimmiges Meinungsbild

Der Umgang mit der aktuellen Spielzeit wurde sorgsam und weitsichtig vorbereitet. Auch der Aspekt der Verlängerung der Saison wurde dabei betrachtet. Das Ergebnis der vorangegangenen Vorstandssitzung am 11. März sowie die sich daran anschließenden Kreiskonferenzen und Befragungen der Vereine sind in die heutige Meinungsbildung eingeflossen. Das daraus entstandene Meinungsbild der Kreise, der Fortgang des Spielbetriebs, die aktuelle Situation und Verordnungslage bezüglich der Corona-Pandemie sowie die nähere Zukunftsperspektive führten zu einem eindeutigen Meinungsbild innerhalb des HFV-Verbandsvorstandes.

„Natürlich fällt es uns nicht leicht, diesen Schritt zu gehen, da wir dafür stehen, den Vereinen die Wettbewerbsspielmöglichkeit zu bieten. Wir stehen für den Fußball und wollen, dass Fußball gespielt wird. Aber dieser Weg der Entscheidungsfindung ist kein Schnellschuss, sondern ein sorgsam vorbereiteter, breit abgestimmter und wohl überlegter Prozess“, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß und fügte hinzu: „Jede andere Möglichkeit wäre in der aktuellen Situation mit den im Laufe der Pandemie erworbenen Erfahrungswerten unseren Mitgliedern gegenüber nicht zu vertreten gewesen.“ 

Quelle: https://osthessen-news.de
Foto: Der Hessische Fußball-Verband steht vor dem Abbruch der Meisterschaftsrunde. Archivfoto: O|N / Carina Jirsch

Sonst gefährden wir die nächste Saison

Die Frage, wie und wann es im Amateurfußball weitergeht, ist auch nach der gestrigen Sitzung des Hessischen Fußball-Verbands weiter unbeantwortet. Wir haben uns beim jeweiligen Kreisfußballwart in Fulda, Schlüchtern, Lauterbach/Hünfeld und Hersfeld/Rotenburg umgehört.

Erhard Zink, Regionalbeauftragter und Kreisfußballwart in Lauterbach/Hünfeld, spricht sich für Annullierung aus

„Mein Wunsch wäre, dass wir die Meisterschaftsrunde annullieren und bereits Mitte Juli mit der neuen Saison starten. Die Vereine können im Juni ins Training einsteigen und die laufende Pokalsaison in der Vorbereitung zu Ende bringen“, sagt Zink, der seiner Aussage Argumente hinzufügt.

So sei der Blick auf die derzeit wieder steigenden Inzidenzzahlen ein Hinweis, dass bei der Wiederaufnahme längst nicht mit Planungssicherheit gerechnet werden könne. Ebenfalls stellt er klar, dass zwar die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in einigen Wochen realistisch erscheinen möge, doch wer könne mit Gewissheit sagen, dass dann Zuschauer kommen dürften. Und ohne Zuschauer, das betont der Herbsteiner, ergibt Amateurfußball keinen Sinn.

Zink blickt zudem sorgenvoll auf die kommende Saison – sollte die aktuelle Serie tatsächlich bis Ende Juni durchgezogen werden. „Wann können wir dann wieder starten“, fragt er und betont: „Wir sollten nicht direkt wieder die neue Saison gefährden, weil wir jetzt etwas zu Ende bringen wollen, das nicht mehr zu Ende zu bringen ist.“

Thorsten Beck, Kreisfußballwart in Fulda, hofft auf zügigere politische Entscheidungen

„Liebend gern würden wir wieder spielen, aber es liegt nicht in unserer Hand“, schildert Beck. Die Beschlüsse der Politik sind das Zünglein an der Waage, erst danach könne immer eine Entscheidung getroffen werden. Und das macht es laut Beck so schwer: „Keine Hebel in der Hand zu haben und selbst zu entscheiden, was passiert, ist etwas unbefriedigend. Allgemein wünsche ich mir von der Politik, dass einige Gänge höher geschaltet wird. Nicht nur was den Sport angeht, sondern auch die Allgemeinheit. Wichtig ist aber, dass wir Szenarien vorbereiten, um auf jegliche Beschlüsse reagieren zu können.“

Sein Wunsch sieht vor, dass die Hinrunde beendet wird. „Dann haben wir immerhin ein Wertungsmodell, das noch einigermaßen fair wäre. Im Kreis Fulda bekommen wir das hin. Ich werde in der kommenden Woche ein Kreiskonferenz einberufen und hören, wie die Statements der Vereine sind“, so der Hofbieberer, der in Sachen Kreispokal etwas entspannter ist, „da wir in diesem Wettbewerb nicht den ganz großen Zeitdruck haben“.

Dietmar Pfeiffer, Kreisfußballwart in Schlüchtern, sieht unterschiedliche Voraussetzungen in den Kreisen

„Es ist den Kreisen freigestellt, aber bei uns wird es eine Kreisschaltung geben, denn wir nehmen die Vereine mit ins Boot“, sagt Pfeiffer, der bereits mit seinen Vereinsvertretern per Video gesprochen hat. „Da gab es ein klares Meinungsbild. 98 Prozent hatten sich dafür ausgesprochen, dass wir zumindest die Vorrunde noch zu Ende spielen können. Allerdings ist das gute vier Wochen her. Jetzt werden wir die Situation neu bewerten.“ Gerne hätte Pfeiffer noch ein bisschen mehr Spielraum gehabt, als den Termin Ende März. „Ob es aber besser wäre, wenn wir bis Mitte April mit einer Entscheidung warten würden, das sei mal dahingestellt.“

Sein Kreis wird die getroffene Entscheidung – egal ob Annullierung oder Fortsetzung bis die Hinserie zu Ende gespielt ist – mittragen. „Wir haben 32 Kreise, in denen völlig unterschiedliche Voraussetzungen herrschen. In den Städten teilen sich manchmal sieben Vereine einen einzigen Platz. Und eine Liga mit weniger Vereinen ist einfacher zu Händeln, als eine große Liga. Wir streben aber eine Einheitlichkeit für Senioren, Jugend und Frauen an. Und eines muss vorne anstehen: Das ist die Gesundheit von allen Beteiligten.“

Sollte die Runde annulliert werden und man doch wieder frühzeitig spielen können, dann hat Pfeiffer durchaus Möglichkeiten parat: Dann würden wir einerseits den Kreispokal zu Ende spielen und vielleicht die neue Pokalrunde vorziehen. Dazu kann man eine Art Coronapokal oder Blitzturniere ausspielen. Der Spielbetrieb ist für eine mögliche Überbrückungszeit gewährleistet.“

Rainer Schmidt, Kreisfußballwart in Hersfeld/Rotenburg, mahnt zur Geduld

Keine Sprüche klopfen, sondern vielmehr abwarten und den Beschlüssen der Politik folgen möchte Schmidt, da davon ohnehin alles weitere abhängt. „Beim Blick auf die Inzidenzzahlen werden die Maßnahmen wohl eher wieder verschärft. Wenn das so ist, steuern wir auf ein Desaster zu“, stellt der Friedewälder klar. Seine Gedanken liegen dabei vor allem bei den Vereinen. Es gehe in finanzieller Hinsicht an die Substanz, „und ich weiß nicht, wie lange sich die Vereine noch an ihre Reserven klammern können.“

Über eine Fortsetzung verschwende Schmidt derzeit keine Gedanken, eine Annullierung sei für ihn hingegen die letzte Patrone. Für den Schuss ist es derzeit aber noch zu früh. Schmidt stellt aber klar: „Von Spielen ohne Zuschauer werden die Vereine nicht begeistert sein. Jeder Sonntag, der gespielt wird, kostet über den Daumen gerechnet 150 Euro. Das können die Vereine nicht lange stemmen.“

In Sachen Pokalspiele hat sein Kreis noch den Vorteil, dass Hersfeld/Rotenburg erst in der Rückrunde die Partien durchführen wollte und somit noch nicht begonnen hat. „Darüber mache ich mir aber nicht allzu viele Gedanken. Wir haben nur wenige Runden zu absolvieren, die Vereine können diese problemlos in die Vorbereitung einbauen – was sie ohnehin bekanntlich wollen“, sagt der Kreisfußballwart.

Quelle: https://www.torgranate.de
Foto: Erhard Zink (von links oben im Uhrzeigersinn), Thorsten Beck, Dietmar Pfeiffer und Rainer Schmidt haben sich zur aktuellen Lage geäußert.

Saisonfortsetzung oder Abbruch? – „Gerecht gibt es eh nicht“

Osthessen (fs) – So positiv der hessische Öffnungsplan auch ist, hat er für den hessischen Amateurfußball doch weitreichende Konsequenzen: Der vom Hessischen Fußballverband (HFV) anvisierte Starttermin am 18. April ist dadurch vom Tisch, sogar die favorisierte Lösung, immerhin die Vorrunde zu beenden, ist akut gefährdet. Wir haben uns bei den osthessischen Vereinsvertretern umgehört – und fast alle würden die Saison annullieren.

Noch am Montag bei der „Babbelstunde“ im Fußballkreis Schlüchtern hatte Verbandsfußballwart Jürgen Radeck den Plan skizziert, mit einem Start am 18. April alle Ligen zu Ende bringen zu können, gleichzeitig aber auch gewarnt: „Wenn wir erst im Mai starten können, wird es quasi unmöglich.“ Auf Kreisebene wäre das bei maximal sechs ausstehenden Nachholspieltagen kein Problem, allerdings soll auch die Saison nicht über den 13. Juni hinaus verlängert werden, sondern nur das darauffolgende Wochenende maximal für mögliche Entscheidungsspiele bereitgehalten werden. Das hessische Öffnungskonzept, das Ministerpräsident Volker Bouffier am Donnerstag vorgestellt hat, sieht nun allerdings vor, dass Mannschaftssport bei einem positiven Pandemieverlauf überhaupt erst ab dem 19. April erlaubt wäre – inklusive vier Wochen Vorbereitungszeit könnte der Ball also erst am 16. Mai wieder rollen.

Geht es direkt mit einem Doppelspieltag an Christi Himmelfahrt (13. Mai) los, blieben immerhin acht Spieltage (inklusive Doppelspieltagen an den Feiertagen), um die Saison bis zum 13. Juni zu beenden. Das wäre zwar mit der heißen Nagel gestrickt, könnte beispielsweise in der Hessenliga aber noch reichen, um die noch ausstehenden maximal acht Spiele zu beenden. In Ligen wie der Gruppenliga Fulda, wo beispielsweise Kressenbach/Ulmbach noch acht Spiele zu bestreiten hat, wird es dann schon eng, von der Gruppenliga Frankfurt Ost mit noch bis zu 13 ausstehenden Spielen ganz zu schweigen. Eine Entscheidung will der HFV nach der Ministerpräsidentenkonferenz dann in seiner Sitzung am 11. März treffen.

„Weiterspielen ist im Sinne des Sports“

Die Meinungen, wie der HFV jetzt entscheiden sollte, gehen naturgemäß weit auseinander: Volker Bagus, Sportlicher Leiter von Hessenliga-Spitzenreiter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, betont verständlicherweise: „Wir wollen natürlich gerne weiterspielen, damit die Saison gewertet wird und uns der Aufstieg in die Regionalliga nicht verwehrt bleibt. Dass die Mannschaften von unten nicht weiterspielen wollen, ist auch klar. Aber es ist im Sinne des Sports, gezeigte Leistungen auch zu bewerten. Es sollte Auf- und Absteiger geben“, betont Bagus, den auch eine Vorbereitungszeit von nur drei Wochen nicht abschrecken würde: „Wenn für alle Mannschaften die Voraussetzungen gleich sind, dann nehmen wir das an. Wenn keiner Vorbereitungsspiele machen kann, dann ist das eben so. Und wo ist dann das Problem, Doppelspieltage zu spielen? Wir wollen doch alle nur wieder Fußball spielen und sehen.“

Anders sieht das beispielsweise Martin Hohmann, Abteilungsleiter von Ligakonkurrent Buchonia Flieden: „Den 18. April hatten wir zwar schon länger im Hinterkopf, aber ich habe schon länger gedacht: Diese Saison spielen wir nicht mehr. Es wird zu einer Annullierung kommen“, vermutet der frühere Borussentrainer, der trotzdem froh über die in Aussicht gestellten Lockerungen ist: „Die Jungs haben mehr als ein halbes Jahr keinen Fußball gespielt und sind alle heiß drauf. Das ist aber auch wichtig für den Nachwuchs und andere Sportarten: Ich frage mich schon, was diese lange Pause tatsächlich bedeutet, irgendwann haben die Jungen keinen Bock mehr. Besonders hart betroffen ist da der Handball.“

„Es gibt Wichtigeres als Fußball“

Ebenfalls für eine Annullierung der Saison ist Heiko Rützel, Noch-Spielertrainer der Eichenzeller Britannia in der Verbandsliga: „Natürlich diskutiert man viel, aber ich sehe nicht viel Sinn darin, nach sechs, sieben Monate Pause noch eine Vorbereitung zu absolvieren, um diese sechs Spiele durchzuziehen. Vielleicht sollte man einfach sagen, dass man die Saison abbricht.“ Auch wenn der 37-Jährige genau weiß, dass sich dann wieder Vereine beschweren, die eine gute Runde gespielt haben, sei das womöglich die gerechtere Lösung: „Wenn man so wie bei uns von fünf Absteigern ausgehen muss und am Ende irgendwo ein, zwei Punkte den Ausschlag geben, aber noch 17 Spiele fehlen muss man schon fragen, ob das dann gerecht ist.“ Zumindest mit einer Vorbereitungszeit von vier Wochen könnte Rützel gut leben.

Auch Udo Wischniewski aus dem Führungsteam des Verbandsligisten SG Ehrenberg sagt: „Meiner Meinung nach sollte die Saison annulliert werden, dann fängt man lieber früher wieder an. Die Jungs sollten austrainiert sein, wenn es wieder losgeht und aktuell machst du ja nur Kompromisse: Du musst Abstriche beim Spielplan machen, bei den Zuschauern, bei den Einnahmen und die Verletzungsanfälligkeit wird extrem hoch sein.“ Der Funktionär gibt allerdings zu bedenken, dass die Diskussion aktuell fehl am Platze sei: „Das Überleben der Wirtschaft, der Gastronomie, des Einzelhandels – das kommt alles vor dem Fußball. Es gibt Wichtigeres als Fußball. Aktuell haben wir schon wieder über 10.000 Neuinfektionen in ganz Deutschland, da brauchen wir nicht über Fußball reden.“

Ebenfalls nicht mehr wirklich an eine Fortsetzung glaubt Matthias Weber, Sportlicher Leiter beim Gruppenligisten SG Bronnzell: „Ich glaube nicht, dass überhaupt noch die Vorrunde machbar ist. Gerechtigkeit bekommst du eh nur, wenn du die Saison komplett durchziehen kannst – und wenn dann der Zeitpunkt zum Trainieren überhaupt erst nach den Osterferien liegt, dann müsste man die Saison annullieren und eben nochmal starten“, findet Weber, der ergänzt: „Das wäre natürlich schade für Mannschaften wie Kerzell oder Hosenfeld, die eine Bombenrunde spielen. Aber gerecht kannst du es einfach nicht machen.“ Von der Idee von Fuldas Kreisfußballwart Thorsten Beck, die Sommerpause quasi ausfallen zu lassen und möglichst früh in die Saison 2021/2022 zu starten, hält der Bronnzeller Funktionär sehr viel: „Das Argument, dass die Spieler im Sommer weg sind, zieht eh nicht mehr. Dadurch könnte man den ganzen Spielplan entzerren, weil man teilweise ja schon sieben Spieltage im August hatte.“

Quelle: https://www.osthessen-zeitung.de
Symbolfoto: Görlich Media/Pixabay

Langsam wird es eng mit der Saison

Wann rollt endlich wieder der Ball? Wohl nicht in den nächsten fünf Wochen. Wie der „Kicker“ berichtet, sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern vor, dass die Pause für den Amateur- und Breitensport bis mindestens Mitte März verlängert wird.

Demnach wurde die Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Länderchefs um 7.40 Uhr am Mittwochmorgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt.

Da der Hessische Fußball-Verband nach einer solch langen Pause – die letzten Pflichtspiele fanden Ende Oktober statt – den Vereinen und Spielern eine mehrwöchige Vorbereitungsphase einräumen möchte, wird es langsam knapp, die Saison einigermaßen sportlich fair beenden zu können. Wenn der HFV, wie so oft kolportiert, um eine einheitliche Lösung bemüht ist und nur die Hinrunde zu Ende spielen will, stehen für die meisten Teams maximal acht Spiele an, beispielsweise in der Hessenliga. Aber in der Gruppenliga Frankfurt Ost wären für einige Mannschaften sogar noch elf Spiele auf dem Terminplan. Sechs Wochen wären dafür wohl mindestens von Nöten. Zudem stehen auch noch bis zu vier Runden im Hessenpokal an. Aus osthessischer Sicht sind Barockstadt und Hünfeld vertreten.

Sollte die Zwangspause also über Mitte März hinaus verlängert werden, würde die Zeit äußerst knapp werden. Denn die Fußballsaison 2020/21 läuft nur bis Ende Juni. Eine Verlängerung erscheint unwahrscheinlich und wurde von den Verantwortlichen – zumindest offiziell – noch nicht in Betracht gezogen. Spätestens Mitte Mai müssten die Amateurkicker also wieder ihrem liebsten Hobby nachgehen dürfen, sollte nicht wie in der Vorsaison eine Wertung erfolgen. Über eine Annullierung, so betonte der HFV zuletzt, solle erst als letztes Mittel nachgedacht werden.

Quelle: https://torgranate.de

Sofortiger Stopp: Hessischer Fußball-Verband setzt Spielbetrieb aus

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) setzt den kompletten Spielbetrieb in Zuständigkeit des HFV in Hessen – von der Lotto Hessenliga bis in die untersten Klassen – vorübergehend aus. Der HFV-Verbandsvorstand beschloss zusätzlich im Rahmen seiner Videokonferenz am Donnerstagabend, dass diese Aussetzung des Spielbetriebes ab Freitag, 30. Oktober, und bis auf Weiteres gültig ist. Über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs entscheidet der HFV-Verbandsvorstand, der sich bezüglich einer Aussetzungsphase bis mindestens 31. Dezember 2020 einig ist.

Die Generalabsage betrifft sämtliche Spielklassen und Pokalwettbewerbe der Herren, Frauen und Jugend auf Sportplätzen im Freien sowie sämtliche Wettbewerbe in der Halle. Neben den angesetzten Partien des regulären Spielbetriebs sind auch Freundschaftsspiele von der Generalabsage betroffen. Damit ruht der Spielbetrieb in den nächsten Wochen vollständig. Die Möglichkeit der Ausübung eines Trainingsbetriebs richtet sich nach den behördlichen Vorgaben und könnte daher gegebenenfalls bei entsprechender Verfügungslage ab Anfang Dezember wieder möglich sein.

„Im Mittelpunkt unseres Handelns steht nach wie vor die Gesundheit unserer Mitglieder. Aufgrund des erneut massiven Anstieges der Infektionslage im Zusammenhang mit dem Coronavirus begrüßt der HFV eine zeitweise Aussetzung des Spielbetriebes für Aktive und Vereine und hält sich selbstverständlich strikt an sämtliche behördliche Vorgaben. Zahlreiche Einschätzungen und Rückmeldungen aus der hessischen Fußballfamilie zu diesem Thema bestätigen die Richtigkeit dieses Vorgangs. Wir müssen diesen Weg gehen, auch wenn es in Bezug auf den Fußball und das Vereinsleben schmerzt. Damit schützen wir nicht nur die unmittelbar am Fußball Beteiligten, sondern auch deren Familien. Daher rufen wir ausdrücklich alle Mitglieder des Hessischen Fußball-Verbandes dazu auf, sich vollumfänglich an die behördlichen Vorgaben zu halten. Nur durch konsequente Einhaltung der Maßnahmen können wir auf eine zeitnahe Rückkehr in den Spielbetrieb hoffen und so baldmöglichst die Saison bei bester Gesundheit wieder aufnehmen und regulär zu Ende bringen“, erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß.

Reuß weiter: „Die sofortige Aussetzung des Spielbetriebes ist sinnvoll, da wir die Lage sehr ernst nehmen und so unseren Beitrag leisten, um die behördlich beschlossenen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten so schnell wie möglich umzusetzen und damit auch hoffentlich zeitnah wieder unseren geliebten Fußball spielen zu können. Zudem haben mehrere hessische Fußballkreise den Spielbetrieb ohnehin für das kommende Wochenende bereits abgesetzt. Dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebes in Hessen nicht mehr in diesem Jahr erfolgt, gibt den Vereinen und Spielenden Planungssicherheit. Wir wollen zudem gewährleisten, dass die Verletzungsgefahr durch eine vorherige ausreichende Vorbereitungszeit nicht erhöht wird.“

Im neuen Jahr soll der Spielbetrieb im Rahmen der behördlichen Verfügungslage und mit einem 14-tägigen Vorlauf für den Trainingsbetrieb wieder gestartet werden. Sollte es nach der durch den Verbandsvorstand beschlossenen Wiederaufnahme des Spielbetriebes darüber hinaus notwendig sein, in einzelnen Kreisen den Spielbetrieb weiterhin auszusetzen, insbesondere aufgrund regionaler behördlicher Verfügungslage oder Infektionsgeschehen, ist dies gegebenenfalls lokal in den betroffenen Kreisen und in Abstimmung mit den Vereinen zu beurteilen.

Quelle: https://www.osthessen-zeitung.de

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