Weil Viktoria Bronnzell nach guter erster Halbzeit das Fußballspielen einstellte, hat der FSV Dörnberg verdient mit 4:1 (0:1) gewonnen und die Punkte aus Osthessen entführt.
Entscheidender Mann war einmal der Dörnberger Ausnahmestürmer Toni Dombai: Sensationell wie er die 2:1-Führung erzielte, als er eine halbhohe Heraeingabe von Henrik Dietz herausragend annahm und trocken im kurzen Eck unterbrachte (61.). Nicht minder schön sein herrlicher Heber zum entscheidenden 3:1, als er den Ball über den herausstürmenden Viktoria-Keeper Benedikt Ihrig hob (82.). In der Schlussminute kam es sogar noch dicker, weil Leon Göbel die gesamte Defensive auswackelte und den Schlusspunkt setzte. Wegweisend für die Gäste war aber wohl der Ausgleich, als Linksaußen Sandro Bätzing einfach mal draufhielt und der Ball unglücklich von einem Bronnzeller abgefälscht wurde (53.). Bis dahin hatte Bronnzell ein richtig gutes Spiel gemacht, aber fortan kein Bein mehr auf den Boden bekommen.
Maßgeblichen Einfluss auf das Spiel nahm der thüringische Schiedsrichter André Blank: Nach einer halben Stunde wusste sich Dörnbergs Kapitän Fabrice Hansch gegen den durchgebrochenen Bronnzeller Spielmacher Marian Weber nur mit einem Trikotzupfer zu helfen. Weber geriet 25 Meter vor dem Tor aus dem Tritt, der Schiedsrichter pfiff sofort, griff sich an die hintere Hosentasche, um die folgerichtige Rote Karte zu zücken. Dann aber zögerte Blank, und er entschied sich doch für Gelb – nachdem er mit einem Pulk aus Dörnbergern bestimmt 90 Sekunden wild diskutiert hatte. Hansch selbst brachte nachher Licht ins Dunkel: „Der Schiedsrichter wusste gar nicht, wer das Foul überhaupt gemacht hat.“ Eine merkwürdige und gleichzeitig krasse Fehlentscheidung, zumal in dieser Szene außer Weber und Hansch weit und breit kein anderer Spieler zu sehen war.
Beim folgenden Freistoß schoss Jan-Niklas Jordan Dörnbergs Roman Schauenburg sprichwörtlich K.o., um bei nächster Gelegenheit den zu diesem Zeitpunkt hochverdienten Führungstreffer zu erzielen: Franz-Josef Ruppel setzte sich stark über rechts durch, wackelte noch Dietz aus, um den im Rückraum postierten Torschützen hervorragend freizuspielen. Bitter: Der eifrige Can Ay vergab kurz vor und kurz nach dem Pausentee aus zweimal aussichtsreicher Position das 2:0. Nach Ays zweiter Gelegenheit aber war Bronnzell, das auf den wegen Achillessehnenproblemen pausierenden Niklas Breunung verzichten musste, von der Rolle und hatte bissigen Gästen nichts mehr entgegenzusetzen.
Die Statistik:
Viktoria Bronnzell: Ihrig; Schneider, Hohmann, Pecks, Breitenbach (78. Mihm) – Ruppel, Weiss – Jordan, Marian Weber (68. Horenkamp), Ay (68. Gaube) – Marek Weber.
FSV Dörnberg: Hernandez; Lotzgeselle (74. Gunkel), Müller, Braul, Dietz – Hansch – Mc Galty (86. Croll), Schaumburg (35. Göbel), Bley (89. Persch), Bätzing – Dombai.
Schiedsrichter: André Blank (SV Borsch).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Jan-Niklas Jordan (34.), 1:1 Sandro Bätzing (53.), 1:2 Toni Dombai (61.), 1:3 Toni Dombai (82.), 1:4 Leon Göbel (90.).
Quelle: www.torgranate.de