Nach etlichen Jahren im Abstiegskampf der A-Liga West ist die SG Viktoria Bronnzell II hervorragend in die neue Saison gestartet und belegt derzeit den zweiten Tabellenplatz.
Bronnzell – In den vergangenen Jahren musste die Zweitvertretung der SG Viktoria Bronnzell den Blick stets nach unten richten. Damit ist jetzt Schluss. Die Mannschaft von Trainer Mubarik Dogar holte aus sieben Partien bislang 15 Zähler und nimmt aktuell den zweiten Platz der A-Liga West ein. „Vor der Saison habe ich das ehrlicherweise nicht erwartet. Aber nach den ersten Spielen muss ich sagen, dass wir zurecht dort stehen“, legt sich Dogar fest. Grundstein für die gute Platzierung scheint primär die sattelfeste Defensive zu sein. Mit gerade einmal sechs Gegentreffern stellen die Mannen aus der Heppeau die beste Abwehr der gesamten Liga. „Das war eine der wenigen Stellschrauben, an denen wir arbeiten mussten. Und hier zahlt sich jetzt auch die hohe Trainingsbeteiligung aus“, freut sich der 38-Jährige über die gelungene Arbeit.
Mit einer Mischung aus jung und erfahren soll die Tristesse der vergangenen Saisons vergessen gemacht werden. „Mit Elias Mihm und Friedrich Ruhl haben wir zwei Spieler der West-Ringer A-Junioren, die wir langsam in den Herrenfußball eingliedern wollen. Hier in Bronnzell haben sie dann die Möglichkeit, in der ersten Mannschaft Gruppen- oder Verbandsliga zu spielen“, zeigt der SGB-Spielertrainer die Perspektiven im Verein auf. Die Breite im Kader hilft auch Dogar selbst, der somit als Spieler kürzer treten darf. „Ich sehe mich mehr als Trainer, auch wenn es mich noch gelegentlich kitzelt. Dann wechsle ich mich auch mal selbst ein. Letztlich will ich aber den Jungs keinen Platz wegnehmen. Da trifft sich das dann schon gut“, verrät der Ex-Sickelser mit einem Augenzwinkern, der das Team vor der Saison von Dennis Nusphaic übernommen hatte.
Am kommenden Sonntag wartet auf die SG Bronnzell II ein echter Höhepunkt. Nicht nur sportlich steht die Partie am Sonntag um 15 Uhr in Oberrode im Vordergrund. Zwar spielt der Zweite gegen den Vierten, jedoch wird die Begegnung in erster Linie für Mubarik Dogar ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein, für den er von 2016 bis 2022 als Trainer tätig war. „Das Spiel gegen Oberrode wird für mich natürlich besonders, dennoch geht es vordergründig um meine Mannschaft. Wir wollen nach vielen Jahren, in denen wir gegen den Abstieg gespielt haben, auf dem Boden bleiben und nicht anfangen zu träumen“, zeigt sich der SGB‑Coach demütig. Trotzdem wird an der Heppeau nach nervenstrapazierenden Jahren wohl wenigstens der Traum von einer ruhigen Saison erlaubt sein.
Quelle: www.torgranate.de