Zum zweiten Mal nach 2022 kann die SG Bronnzell Gruppenliga-Meister werden. Bei der SG Schlüchtern soll am Sonntag (15 Uhr) der erste Matchball verwandelt werden.
Bronnzell – Kapitän Marco Weiss, Torjäger Marek Weber. Jan-Niklas Jordan, Tim Horenkamp, Marian Weber, Maximilian Balzer. Zahlreiche Spieler der Meistermannschaft von 2022 spielen heute noch eine Schlüsselrolle bei der Viktoria. Auch Niklas Breunung. Der 32-Jährige verpasste in der damaligen, aufgrund der Corona-Pandemie in Nord und Süd sowie später Auf- und Abstieg unterteilten Liga nur ein einziges Spiel. Das bedeutungslose letzte in Freiensteinau. Weil er sich in der Woche zuvor, als Bronnzell mit einem 2:1 gegen Großenlüder die Meisterschaft einfuhr, das Kreuzband riss.
„Ein bisschen dramatisch für mich persönlich“ und „bittersüß“ sei die damalige Meisterschaft für Breunung daher gewesen. Nun soll nicht nur der erste Matchball direkt genutzt werden, sondern ohne Verletzungen gefeiert werden. Generell sieht Breunung einige Parallelen zur ersten Bronnzeller Gruppenliga-Meisterschaft der Geschichte: „Wir waren auch damals in der Winterpause ein paar Punkte hintendran und mussten dann quasi jedes Spiel gewinnen“, erinnert sich der 32-Jährige.
Anders als die Gruppenliga-Konkurrenz machte Bronnzell aus seinen Ambitionen keinen Hehl und formulierte im Winter ein klares Ziel: Es soll als Meister zurück in die Verbandsliga gehen. „Wir wussten, dass wir in der Hinrunde nicht an unser Leistungsmaximum gekommen sind. Aber auch, dass wir beste Chancen auf den großen Wurf haben, wenn wir unser Ding durchziehen“, erklärt Breunung. Und so kam es, weil die Viktoria als einziger potenzieller Aufstiegskandidat konstant punktete. Da Verfolger Aulatal auf die Verbandsliga verzichtet, reicht sogar ein Remis in Schlüchtern, um den Aufstieg einzutüten. „Ich weiß aber nicht, ob ich je in meinem Leben auf Unentschieden gespielt habe. Du willst so ein Spiel einfach gewinnen“, sagt Breunung.
Der defensive Mittelfeldspieler kann daher wohl bald seine persönliche Statistik aufbessern. Bislang stehen genau 100 Verbandsliga-Spiele in der Vita – einige weitere sollen dazukommen. Obwohl einige Spieler schon bei der ersten Meisterschaft dabei waren und ein fortgeschritteneres Alter haben, ist der Ehrgeiz ungebrochen: „Auch wenn es nicht das erste Mal wäre, ist so eine Meisterschaft mit seinem Jugendverein etwas Besonderes. Die Viktoria liegt uns am Herzen, und wir wollen ihr mit dem Aufstieg weiter Auftrieb verleihen“, betont Breunung.
Quelle: www.torgranate.de