1. Saisonniederlage in Schmalnau

Am 01.04.19 kam es zum lange erwarteten Spitzenspiel der 1. Kreisklasse Fulda Süd in Schmalnau. Die beiden direkten Aufsteiger der Saison 2018/19 in die Kreisliga. Mit Christian Baumgart hatte sich Schmalnau zur Rückrunde mit einem Bezirksklassespieler als 1er verstärkt. Hier war Hochspannung vorherzusagen.

Genau so fingen die Doppel auch an. Man konnte das Knistern in der Halle spüren. Alle Spieler im mentalen Tunnel. Motivationsprobleme? Gänzlich unbekannt. Hier spielten gerade Generationen gegeneinander. Schmalnau im Schnitt 20 Jahre jünger. Wer jemals das gekonnte Spiel von Material sehen wollte, der hatte hier die Gelegenheit. Lange Noppen, kurze Noppen und Anti Beläge. Alles vor Ort. Wer bekommt die Materialspieler beider Seiten in den Griff? Das war schon vor dem Spiel klar. Ganz oft stellt es sich im Spiel heraus, dass ein bestimmter Schlag, ein bestimmtes Material einem Spieler nicht liegt. Manchmal an dem Tag, manchmal generell nicht. Genau darauf versucht man sich einzustellen oder darauf hin zu spielen. Schach auf Füßen sagte der Weltklassespieler Timo Boll mal.

Bronnzell ist mit Martin Schmitt, Hubert Böhning, Marc Breitenbach, Michael Link, Martin Hintzmann und Ralf Amthor angetreten. Also wieder mit voller Kapelle!

Böhning / Amthor lieferten dem 1er Doppel von Schmalnau ein aufreibendes und enges Spiel. 3 Materialspieler, die wissen was sie tun! Hochklassig! Es sind dann nur Kleinigkeiten, die das Spiel in Richtung Schmalnau gedreht haben. Genauso ging es Schmitt/Breitenbach. Ein Bezirksklassespieler und ein junger aufstrebender Materialspieler! Eine brutal schwere Kombination gegen unser Doppel 1. Leider konnte unser Doppel 1 das Glück an dem Tag nicht an seiner Seite wissen. Alle Spieler am Limit. Das Publikum begeistert. Besonders das Fachpublikum von anderen Vereinen. Link / Hintzmann verkürzten gekonnt auf 2:1. Spielten ihre Stärken sicher aus. Puuuh .. Durchatmen … Das waren nur die Doppel … 😉

Im Doppel ist es immer der Mix der beiden Spielsysteme der Einzelspieler, der den Erfolg ausmacht. Im Einzel kann man sein Spiel einfacher auf die eigenen Bedürfnisse/Gegner anpassen/umstellen. Durch die Verstärkung von Schmalnau auf der der 1 sind alle anderen Spieler zur Rückrunde eine Position nach hinten gereiht worden. Das war damit eine völlig andere Mannschaft.

Böhning zeigten in seinem Einzel gegen Christian Baumgart sein hochklassiges Kurznoppenspiel. Mit seiner umfassenden Erfahrung kochte er seinen Gegner ab und holte das Spiel für uns.

Die 30 Jahre Altersunterschied im Spiel von Martin Schmitt und Michael Bauersachs waren im Spiel nicht zu erkennen. Ein taktisch hochklassiges Spiel, bei dem es darum ging die Nerven zu behalten. Martin Schmitt hatte mit dem extrem sicheren Langnoppenspiel von Bauersachs alle Hände voll zu tun. Martin Schmitt fand einfach keine Offensiven Ansätze, die sein Gegner nicht zu nichte machte. Schmitt musste sich den harten Schüssen von Bauersachs letztlich geschlagen geben.

Michael Link hatte mit Dennis Enders einen sehr schweren Gegner vor der Brust. Link verschwindet im Spiel dann immer so sehr im Tunnel, dass wir ihm in den Satzpausen sagen müssen, wie es steht. So hat er wahrscheinlich von seinem eigenen Spiel wenig mitbekommen. Michael an dieser Stelle … Das hast Du richtig gut gemacht!!! Link blieb ruhig und spielte Enders gekonnt aus. Lies ihn einfach nicht ins Spiel kommen. Ein wichtiges Spiel für uns wurde geholt.

Marc Breitenbach hatte mit Benjamin Baier einen aufstrebenden jungen Langnoppenspieler als Gegner. Baier – Bezirksklasse – Schmalnau? Da war doch was. Genau, der Sohn Andi Baier. Wer Vater und Sohn schon mal trainieren gesehen hat, dem ist klar, warum Benjamin auch so sicher und stark mit der Langnoppe spielt. Druckschupf mit langer Noppe!! Das Spielsystem von Baier war an dem Tag für Breitenbach nicht les- und spielbar. Entsprechend war dies ein kurzes Aufeinandertreffen.

Ralf Amthor hatte mit Rene Knuf einen unangenehmen Langnoppenspieler vor sich, der auch die Langnoppen offensiv spielt. Amthor konnte die Taktik von Knuf gut lesen und fand taktisch gewinnbringende Lösungen dafür. Amthor lies Knuf nicht ins Spiel kommen und setzte selber unangenehme Spitzen. Die Vorhand von Amthor machte im Spiel den Unterschied. Ein wichtiger Punkt für uns.

Martin Hintzmann hatte mit Ulrich Herold einen Anti Belag Spieler vor sich. Martin Hintzmann schien das überhaupt nicht zu interessieren. Er spielte sein Spielsystem einfach durch. Beide spielen relativ rotationsarm, was immer eine Quelle für Fehler im Spiel sein kann. Hintzmann blieb locker und brachte so das Spiel für uns sicher nach Hause.

In der zweiten Runde hatte Martin Schmitt mit Christian Baumgart einen 40 Jahre jüngeren Bezirksklassespieler vor sich. Der Autor muss den Hut vor dem Einsatz und Siegeswillen von Schmitt ziehen. Mit 69 Jahren ist Schmitt absolutes Vorbild, was Ehrgeiz, spielerischen und körperlichen Einsatz betrifft. Dazu noch ein absolut fairer Sportsmann! Dieser Mann brennt für seinen Sport! Es war ein taktieren auf hohem Niveau, wie Boxer die auf eine Lücke in der Deckung des Gegners warten. Schmitt konnte den starken Offensivbällen von Baumgart aber nichts entgegensetzen.

Hubert Böhning hatte mit Michael Bauersachs den besagt schweren Langnoppenspieler vor sich. Die beiden lieferten eines der besten Spiele der letzten Jahre. Technisch hoch komplex, das Publikum begeisternde Ballewechsel auf aller höhstem Niveau. Eine wahre Werbung für das Tischtennis generell. Ganz feine Ballkontrolle, körperlicher Einsatz an und über die Grenzen hinweg. Böhning musste sich in einem hochdramatischen Spiel letztlich geschlagen geben. Wahnsinn !!! Danke für dieses Spiel!!!

Marc Breitenbach hatte in der zweiten mit Dennis Enders vom Spielsystem/Material einen Gegner, von dem man denken könnte, dass er ihm liegt. Es lagen aber bei beiden Spielern die Nerven blank. Bei Enders, weil man Richtung Sieg über Bronnzell steuerte und bei Breitenbach genau deswegen. Viele leichte Fehler. Spieler am völligen Limit. Ein klassisches 50/50 Spiel. 5 Sätze, die dem Publikum auch alles abverlangt haben. Breitenbach konnte das Glück einfach an dem Tag nicht erzwingen.

Michael Link hatte in der zweiten Runde, den für ihn äußerst unangenehm spielenden Benjamin Baier vor der Brust. Ähnlich wie Breitenbach hat Link erhebliche Probleme mit dem Spiel gegen die Art wie Baier die Langnoppe spielt. Es nahm keinen guten Ausgang für Link.

Martin Hintzmann hatte mit Rene Knuf wieder einen sehr unangenehmen Langnoppenspieler vor der Brust. Auch Hintzmann hatte erhebliche Probleme, das Spielsystem von Knuf zu lesen. 3:0 für Knuf waren deutlich.

Mit 9:5 hat Bronnzell das erste Saisonspiel in der Saison 2018/19 in der 1. Kreisklasse Fulda Süd verloren und damit die Chance vertan, die einmalige Saison mit Null Verlustpunkten zu spielen. Schade, aber jetzt heißt es den Mund abzuputzen und sich auf das letzte Spiel gegen Uttrichshausen zu konzentrieren. Schmalnau hat verdient gewonnen!

Am Samstag den 13.04.19 spielen wir um 20 Uhr in Bronnzell unser letztes Heimspiel gegen Uttrichshausen, die noch mitten im Abstiegskampf stehen. Wir freuen uns über jede Unterstützung.

Eure Tischtennisabteilung.

P.S. Dieser Artikel wurde ein wenig länger, weil es dieses Spiel einfach verdient hatte!

Bild: Fuldaer Zeitung

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