Einladung zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

hiermit laden wir Euch zu einer Mitgliederversammlung ein, die notwendig ist, weil der Jugendförderverein Viktoria Fulda aus personellen und wirtschaftlichen Gründen den Spielbetrieb zukünftig nicht mehr aufrechterhalten kann. Die beiden oben genannten Vereine haben sich nach intensiven Vorgesprächen nunmehr dazu entschlossen zu fusionieren. Diese Fusion ist allerdings nur möglich, wenn die Mitglieder der SG Viktoria Bronnzell dem geplanten Vorhaben zustimmen, da wir einer der beiden sog. Stammvereine des JFV Viktoria Fulda sind.

Falls Ihr der Fusion zustimmt, hat das zur Folge, dass wir als SG Viktoria Bronnzell für ein Jahr (Saison 2021/2022) keine Jugendmannschaften für den Spielbetrieb melden können. Dies würde jedoch momentan nur die G-Junioren betreffen, denn die übrigen Jugendmannschaften spielen bereits seit Beginn dieser Saison mit Zweitspielrecht bei der SG Barockstadt. Die Zweitspielregelung war notwendig geworden, weil wir als SG Bronnzell nicht mehr in allen Jahrgängen (v. a. ab den C-Junioren) genügend Spieler zur Verfügung hatten, um eigenständige Mannschaften zu bilden. Für die Saison 2022/2023 werden wir gemäß Zusage des Hessischen Fußballverbandes wieder Juniorenmannschaften melden können.

Diese Fusion hätte auf jeden Fall den Vorteil, dass alle Spieler der SG Viktoria Bronnzell die Möglichkeit erhalten würden, in einer Mannschaft Fußball zu spielen und sich sportlich weiter zu entwickeln. Alle notwendigen Regelungen dafür haben wir in einer Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Vereinen festgeschrieben (zur Information siehe Anhang).

Um die Zustimmung der Mitglieder einzuholen, müssen wir lt. Satzung eine Mitgliederversammlung einberufen. Diese muss aus rechtlichen Gründen vor dem 30. April 2021 angesetzt werden und kann somit pandemiebedingt nur als Videokonferenz stattfinden.

Zur Abstimmung gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Wer an der Online-Mitgliederversammlung teilnehmen will, muss an die folgende E-Mail-Adresse antworten: sg-viktoria-bronnzell@t-online.de Als Rückantwort wird der Zugangslink einen Tag vor der Mitgliederversammlung bekanntgegeben.
  • Wer nicht über die technischen Mittel verfügt, an einer Videokonferenz teilzunehmen, kann per E-Mail an: sg-viktoria-bronnzell@t-online.de abstimmen.
  • Wer nicht über die technischen Mittel verfügt, per E-Mail zu kommunizieren, kann mit beiliegendem Stimmzettel abstimmen, der bei der Schriftführerin Christina Weiss, Am Langen Acker 28, 36043 Fulda, entweder direkt eingeworfen oder per Post zugesendet werden kann.

Wichtig: Die Stimmenabgabe muss spätestens bis 31.03.2021 erfolgt sein.

Falls Ihr noch Fragen zu diesem Thema habt, ruft bitte unseren 1. Vorsitzenden Martin Böhne an: 0172-8861593 oder 0173-8548989

Mit sportlichen Grüßen

Der Vorstand

Die Einladung im PDF-Format:

Sonst gefährden wir die nächste Saison

Die Frage, wie und wann es im Amateurfußball weitergeht, ist auch nach der gestrigen Sitzung des Hessischen Fußball-Verbands weiter unbeantwortet. Wir haben uns beim jeweiligen Kreisfußballwart in Fulda, Schlüchtern, Lauterbach/Hünfeld und Hersfeld/Rotenburg umgehört.

Erhard Zink, Regionalbeauftragter und Kreisfußballwart in Lauterbach/Hünfeld, spricht sich für Annullierung aus

„Mein Wunsch wäre, dass wir die Meisterschaftsrunde annullieren und bereits Mitte Juli mit der neuen Saison starten. Die Vereine können im Juni ins Training einsteigen und die laufende Pokalsaison in der Vorbereitung zu Ende bringen“, sagt Zink, der seiner Aussage Argumente hinzufügt.

So sei der Blick auf die derzeit wieder steigenden Inzidenzzahlen ein Hinweis, dass bei der Wiederaufnahme längst nicht mit Planungssicherheit gerechnet werden könne. Ebenfalls stellt er klar, dass zwar die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in einigen Wochen realistisch erscheinen möge, doch wer könne mit Gewissheit sagen, dass dann Zuschauer kommen dürften. Und ohne Zuschauer, das betont der Herbsteiner, ergibt Amateurfußball keinen Sinn.

Zink blickt zudem sorgenvoll auf die kommende Saison – sollte die aktuelle Serie tatsächlich bis Ende Juni durchgezogen werden. „Wann können wir dann wieder starten“, fragt er und betont: „Wir sollten nicht direkt wieder die neue Saison gefährden, weil wir jetzt etwas zu Ende bringen wollen, das nicht mehr zu Ende zu bringen ist.“

Thorsten Beck, Kreisfußballwart in Fulda, hofft auf zügigere politische Entscheidungen

„Liebend gern würden wir wieder spielen, aber es liegt nicht in unserer Hand“, schildert Beck. Die Beschlüsse der Politik sind das Zünglein an der Waage, erst danach könne immer eine Entscheidung getroffen werden. Und das macht es laut Beck so schwer: „Keine Hebel in der Hand zu haben und selbst zu entscheiden, was passiert, ist etwas unbefriedigend. Allgemein wünsche ich mir von der Politik, dass einige Gänge höher geschaltet wird. Nicht nur was den Sport angeht, sondern auch die Allgemeinheit. Wichtig ist aber, dass wir Szenarien vorbereiten, um auf jegliche Beschlüsse reagieren zu können.“

Sein Wunsch sieht vor, dass die Hinrunde beendet wird. „Dann haben wir immerhin ein Wertungsmodell, das noch einigermaßen fair wäre. Im Kreis Fulda bekommen wir das hin. Ich werde in der kommenden Woche ein Kreiskonferenz einberufen und hören, wie die Statements der Vereine sind“, so der Hofbieberer, der in Sachen Kreispokal etwas entspannter ist, „da wir in diesem Wettbewerb nicht den ganz großen Zeitdruck haben“.

Dietmar Pfeiffer, Kreisfußballwart in Schlüchtern, sieht unterschiedliche Voraussetzungen in den Kreisen

„Es ist den Kreisen freigestellt, aber bei uns wird es eine Kreisschaltung geben, denn wir nehmen die Vereine mit ins Boot“, sagt Pfeiffer, der bereits mit seinen Vereinsvertretern per Video gesprochen hat. „Da gab es ein klares Meinungsbild. 98 Prozent hatten sich dafür ausgesprochen, dass wir zumindest die Vorrunde noch zu Ende spielen können. Allerdings ist das gute vier Wochen her. Jetzt werden wir die Situation neu bewerten.“ Gerne hätte Pfeiffer noch ein bisschen mehr Spielraum gehabt, als den Termin Ende März. „Ob es aber besser wäre, wenn wir bis Mitte April mit einer Entscheidung warten würden, das sei mal dahingestellt.“

Sein Kreis wird die getroffene Entscheidung – egal ob Annullierung oder Fortsetzung bis die Hinserie zu Ende gespielt ist – mittragen. „Wir haben 32 Kreise, in denen völlig unterschiedliche Voraussetzungen herrschen. In den Städten teilen sich manchmal sieben Vereine einen einzigen Platz. Und eine Liga mit weniger Vereinen ist einfacher zu Händeln, als eine große Liga. Wir streben aber eine Einheitlichkeit für Senioren, Jugend und Frauen an. Und eines muss vorne anstehen: Das ist die Gesundheit von allen Beteiligten.“

Sollte die Runde annulliert werden und man doch wieder frühzeitig spielen können, dann hat Pfeiffer durchaus Möglichkeiten parat: Dann würden wir einerseits den Kreispokal zu Ende spielen und vielleicht die neue Pokalrunde vorziehen. Dazu kann man eine Art Coronapokal oder Blitzturniere ausspielen. Der Spielbetrieb ist für eine mögliche Überbrückungszeit gewährleistet.“

Rainer Schmidt, Kreisfußballwart in Hersfeld/Rotenburg, mahnt zur Geduld

Keine Sprüche klopfen, sondern vielmehr abwarten und den Beschlüssen der Politik folgen möchte Schmidt, da davon ohnehin alles weitere abhängt. „Beim Blick auf die Inzidenzzahlen werden die Maßnahmen wohl eher wieder verschärft. Wenn das so ist, steuern wir auf ein Desaster zu“, stellt der Friedewälder klar. Seine Gedanken liegen dabei vor allem bei den Vereinen. Es gehe in finanzieller Hinsicht an die Substanz, „und ich weiß nicht, wie lange sich die Vereine noch an ihre Reserven klammern können.“

Über eine Fortsetzung verschwende Schmidt derzeit keine Gedanken, eine Annullierung sei für ihn hingegen die letzte Patrone. Für den Schuss ist es derzeit aber noch zu früh. Schmidt stellt aber klar: „Von Spielen ohne Zuschauer werden die Vereine nicht begeistert sein. Jeder Sonntag, der gespielt wird, kostet über den Daumen gerechnet 150 Euro. Das können die Vereine nicht lange stemmen.“

In Sachen Pokalspiele hat sein Kreis noch den Vorteil, dass Hersfeld/Rotenburg erst in der Rückrunde die Partien durchführen wollte und somit noch nicht begonnen hat. „Darüber mache ich mir aber nicht allzu viele Gedanken. Wir haben nur wenige Runden zu absolvieren, die Vereine können diese problemlos in die Vorbereitung einbauen – was sie ohnehin bekanntlich wollen“, sagt der Kreisfußballwart.

Quelle: https://www.torgranate.de
Foto: Erhard Zink (von links oben im Uhrzeigersinn), Thorsten Beck, Dietmar Pfeiffer und Rainer Schmidt haben sich zur aktuellen Lage geäußert.

Saisonfortsetzung oder Abbruch? – „Gerecht gibt es eh nicht“

Osthessen (fs) – So positiv der hessische Öffnungsplan auch ist, hat er für den hessischen Amateurfußball doch weitreichende Konsequenzen: Der vom Hessischen Fußballverband (HFV) anvisierte Starttermin am 18. April ist dadurch vom Tisch, sogar die favorisierte Lösung, immerhin die Vorrunde zu beenden, ist akut gefährdet. Wir haben uns bei den osthessischen Vereinsvertretern umgehört – und fast alle würden die Saison annullieren.

Noch am Montag bei der „Babbelstunde“ im Fußballkreis Schlüchtern hatte Verbandsfußballwart Jürgen Radeck den Plan skizziert, mit einem Start am 18. April alle Ligen zu Ende bringen zu können, gleichzeitig aber auch gewarnt: „Wenn wir erst im Mai starten können, wird es quasi unmöglich.“ Auf Kreisebene wäre das bei maximal sechs ausstehenden Nachholspieltagen kein Problem, allerdings soll auch die Saison nicht über den 13. Juni hinaus verlängert werden, sondern nur das darauffolgende Wochenende maximal für mögliche Entscheidungsspiele bereitgehalten werden. Das hessische Öffnungskonzept, das Ministerpräsident Volker Bouffier am Donnerstag vorgestellt hat, sieht nun allerdings vor, dass Mannschaftssport bei einem positiven Pandemieverlauf überhaupt erst ab dem 19. April erlaubt wäre – inklusive vier Wochen Vorbereitungszeit könnte der Ball also erst am 16. Mai wieder rollen.

Geht es direkt mit einem Doppelspieltag an Christi Himmelfahrt (13. Mai) los, blieben immerhin acht Spieltage (inklusive Doppelspieltagen an den Feiertagen), um die Saison bis zum 13. Juni zu beenden. Das wäre zwar mit der heißen Nagel gestrickt, könnte beispielsweise in der Hessenliga aber noch reichen, um die noch ausstehenden maximal acht Spiele zu beenden. In Ligen wie der Gruppenliga Fulda, wo beispielsweise Kressenbach/Ulmbach noch acht Spiele zu bestreiten hat, wird es dann schon eng, von der Gruppenliga Frankfurt Ost mit noch bis zu 13 ausstehenden Spielen ganz zu schweigen. Eine Entscheidung will der HFV nach der Ministerpräsidentenkonferenz dann in seiner Sitzung am 11. März treffen.

„Weiterspielen ist im Sinne des Sports“

Die Meinungen, wie der HFV jetzt entscheiden sollte, gehen naturgemäß weit auseinander: Volker Bagus, Sportlicher Leiter von Hessenliga-Spitzenreiter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, betont verständlicherweise: „Wir wollen natürlich gerne weiterspielen, damit die Saison gewertet wird und uns der Aufstieg in die Regionalliga nicht verwehrt bleibt. Dass die Mannschaften von unten nicht weiterspielen wollen, ist auch klar. Aber es ist im Sinne des Sports, gezeigte Leistungen auch zu bewerten. Es sollte Auf- und Absteiger geben“, betont Bagus, den auch eine Vorbereitungszeit von nur drei Wochen nicht abschrecken würde: „Wenn für alle Mannschaften die Voraussetzungen gleich sind, dann nehmen wir das an. Wenn keiner Vorbereitungsspiele machen kann, dann ist das eben so. Und wo ist dann das Problem, Doppelspieltage zu spielen? Wir wollen doch alle nur wieder Fußball spielen und sehen.“

Anders sieht das beispielsweise Martin Hohmann, Abteilungsleiter von Ligakonkurrent Buchonia Flieden: „Den 18. April hatten wir zwar schon länger im Hinterkopf, aber ich habe schon länger gedacht: Diese Saison spielen wir nicht mehr. Es wird zu einer Annullierung kommen“, vermutet der frühere Borussentrainer, der trotzdem froh über die in Aussicht gestellten Lockerungen ist: „Die Jungs haben mehr als ein halbes Jahr keinen Fußball gespielt und sind alle heiß drauf. Das ist aber auch wichtig für den Nachwuchs und andere Sportarten: Ich frage mich schon, was diese lange Pause tatsächlich bedeutet, irgendwann haben die Jungen keinen Bock mehr. Besonders hart betroffen ist da der Handball.“

„Es gibt Wichtigeres als Fußball“

Ebenfalls für eine Annullierung der Saison ist Heiko Rützel, Noch-Spielertrainer der Eichenzeller Britannia in der Verbandsliga: „Natürlich diskutiert man viel, aber ich sehe nicht viel Sinn darin, nach sechs, sieben Monate Pause noch eine Vorbereitung zu absolvieren, um diese sechs Spiele durchzuziehen. Vielleicht sollte man einfach sagen, dass man die Saison abbricht.“ Auch wenn der 37-Jährige genau weiß, dass sich dann wieder Vereine beschweren, die eine gute Runde gespielt haben, sei das womöglich die gerechtere Lösung: „Wenn man so wie bei uns von fünf Absteigern ausgehen muss und am Ende irgendwo ein, zwei Punkte den Ausschlag geben, aber noch 17 Spiele fehlen muss man schon fragen, ob das dann gerecht ist.“ Zumindest mit einer Vorbereitungszeit von vier Wochen könnte Rützel gut leben.

Auch Udo Wischniewski aus dem Führungsteam des Verbandsligisten SG Ehrenberg sagt: „Meiner Meinung nach sollte die Saison annulliert werden, dann fängt man lieber früher wieder an. Die Jungs sollten austrainiert sein, wenn es wieder losgeht und aktuell machst du ja nur Kompromisse: Du musst Abstriche beim Spielplan machen, bei den Zuschauern, bei den Einnahmen und die Verletzungsanfälligkeit wird extrem hoch sein.“ Der Funktionär gibt allerdings zu bedenken, dass die Diskussion aktuell fehl am Platze sei: „Das Überleben der Wirtschaft, der Gastronomie, des Einzelhandels – das kommt alles vor dem Fußball. Es gibt Wichtigeres als Fußball. Aktuell haben wir schon wieder über 10.000 Neuinfektionen in ganz Deutschland, da brauchen wir nicht über Fußball reden.“

Ebenfalls nicht mehr wirklich an eine Fortsetzung glaubt Matthias Weber, Sportlicher Leiter beim Gruppenligisten SG Bronnzell: „Ich glaube nicht, dass überhaupt noch die Vorrunde machbar ist. Gerechtigkeit bekommst du eh nur, wenn du die Saison komplett durchziehen kannst – und wenn dann der Zeitpunkt zum Trainieren überhaupt erst nach den Osterferien liegt, dann müsste man die Saison annullieren und eben nochmal starten“, findet Weber, der ergänzt: „Das wäre natürlich schade für Mannschaften wie Kerzell oder Hosenfeld, die eine Bombenrunde spielen. Aber gerecht kannst du es einfach nicht machen.“ Von der Idee von Fuldas Kreisfußballwart Thorsten Beck, die Sommerpause quasi ausfallen zu lassen und möglichst früh in die Saison 2021/2022 zu starten, hält der Bronnzeller Funktionär sehr viel: „Das Argument, dass die Spieler im Sommer weg sind, zieht eh nicht mehr. Dadurch könnte man den ganzen Spielplan entzerren, weil man teilweise ja schon sieben Spieltage im August hatte.“

Quelle: https://www.osthessen-zeitung.de
Symbolfoto: Görlich Media/Pixabay

Kuntz und Schönweitz stellten sich Dreifürst und Co.

Zum zweiten Mal veranstalteten der Deutsche Fußball-Bund und fussball.de am Dienstag eine Videosprechstunde mit DFB-Trainern. U21-Nationalcoach Stefan Kuntz und Meikel Schönweitz, Cheftrainer der U-Nationalmannschaften, stellten sich den Fragen von 40 Nachwuchstrainern und -verantwortlichen, darunter Thomas Dreifürst, Vorsitzender des JFV Viktoria Fulda.

Viele Themen wie die Auswirkungen der Pandemie oder die Zukunftsaussichten des Jugendfußballs kamen in der rund zweistündigen Sitzung auf den Tisch. Die Teilnehmer konnten im Vorfeld Fragen stellen, die Kuntz und Schönweitz beantworteten.

Thomas Dreifürst brannte besonders das „Projekt Zukunft“ (wir berichteten) unter den Nägeln, beziehungsweise die damit verbundenen Folgen für den Amateurbereich. Schönweitz, der das Thema in den vergangenen Jahren maßgeblich vorangetrieben hat, antwortete ausführlich, mehr als viereinhalb Minuten lang: „Das aktuelle System hat sich inzwischen überholt, wir fördern die Top-Talente momentan nicht optimal“, sagte der Groß-Gerauer beispielsweise.

Dreifürsts Sorge, dass die Amateurvereine bei einer Ausgliederung der Nachwuchsleistungszentren aus dem Ligabetrieb außen vor bleiben, konnten jedenfalls nicht genommen werden – wenngleich Schönweitz sagte, dass es nicht das Ziel sei, die Kluft zwischen Amateuren und Profis größer werden zu lassen und Amateurvereine sogar aktiv eingebaut werden sollen. „Aber wie soll das funktionieren? Leider war die Antwort ein bisschen Wischiwaschi und weniger in die Tiefe gedacht“, kritisiert Dreifürst. „Ich sehe es aus unserer Sicht und bedenke weiterhin, dass zu wenig an die Amateurvereine gedacht wird.“

Quelle: https://torgranate.de/
Foto: Meikel Schönweitz (oben links) und Stefan Kuntz (darunter) stellten sich den Fragen von Thomas Dreifürst (unten rechts) und Co. Foto: privat

19-Jähriger coacht bald in der Hessenliga

Der JFV Viktoria Fulda hat seine Trainerposten für die nächste Saison besetzt. Größte Besonderheit: Mit Bastian Stumpf trainiert ein 19-Jähriger bald die U15 in der Hessenliga.

Seit vier Jahren ist der Gersfelder nun als Trainer aktiv – dass er so schnell zu einem Hessenliga-Coach aufsteigen würde, hätte er selbst nicht gedacht. Los ging alles, als er selbst Spieler in seinem zweiten B-Junioren-Jahr war. Bei Heimatverein Gersfeld wurde Stumpf vorstellig und fragte, ob er nicht als Co-Trainer erste Erfahrungen sammeln könne. Er heuerte als 16-Jähriger in der D-Jugend der JSG Wasserkuppe an und rutschte schon kurze Zeit später vom Co zum Chef auf. Damit trat er schneller als gedacht in die Fußstapfen seines Vaters, der 20 Jahre lang als Trainer aktiv war, den Sohnemann früher selbst unter seinen Fittichen hatte und sich zuhause fast zwangsläufig fast alles um das runde Leder drehte.

Nach zwei Jahren bei Wasserkuppe folgte der Schritt zur JSG Rippberg, für die Stumpf selbst spielte. Die C-Junioren trainierte er mit Bianca Hasenauer. Dann wurde der JFV Viktoria Fulda auf den Auszubildenden aufmerksam und bot ihm im Sommer vergangenen Jahres die U?14 an. „Als ich zu Viktoria gekommen bin, hat mich kaum jemand gekannt. Ich freue mich sehr, jetzt schon das Vertrauen zu bekommen, die U15 trainieren zu dürfen – zumal ich bislang nicht so viel Zeit hatte“, unterstreicht der 19-Jährige.

Gerade einmal sechs Ligaspiele absolvierte Viktoria Fulda II in der C-Junioren-Gruppenliga. Alle wurden gewonnen – die Entscheidung, mit seinen aktuellen Schützlingen eine Altersklasse nach oben zu rücken, ist also folgerichtig. Auch in der langen Fußballpause kümmert sich Stumpf um seine Jungs, führt viele Gespräche und bietet Stabilisationseinheiten an. „Es gab schon zwei, drei Spieler, die in so ein kleines Loch gefallen sind, da sie nach der Schule nicht mehr ins Training gehen können. Aber alle gehen hier und da mal joggen oder kicken einfach zu zweit“, erklärt Stumpf.

Für den Gersfelder wird sich mit der neuen Aufgabe jedenfalls nicht viel ändern. Wenn es die Corona-Pandemie wieder zulässt, soll es weiterhin vier Trainingseinheiten in der Woche geben, nur die Auswärtsfahrten am Samstag werden deutlich länger. Es bleibt aber genug Zeit, um selbst für die SG Ehrenberg in der Verbandsliga zu kicken: „Ich bin schon in der Vorsaison immer mal zu spät ins Training gekommen, da ich vorher selbst trainiert habe. Ansonsten überschneidet sich aber eigentlich nichts – in der Verbandsliga spielen wir nicht öfter als drei-, viermal am Samstag.“ Geht es nicht anders, genießt die Viktoria Priorität.

Röhnke übernimmt Stumpfs Posten

Stumpf folgt als U15-Trainer auf Senouci Allam. Der Ex-Coach der SG Haunetal wird dem Jugendförderverein künftig als Koordinator treu bleiben. Stumpfs Aufgabe in der U14 nimmt Pascal Röhnke ein, der zurzeit die C-Jugend der SG Barockstadt trainiert. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Stanislav Szilagyi trainiert weiterhin die U19 in der A-Junioren-Hessenliga, Sascha Fiedler bleibt B-Jugend-Hessenliga-Coach. Andreas Maronn kümmert sich zudem auch in Zukunft um die U16.

Quelle: https://torgranate.de
Foto: Samstags coachen, sonntags grätschen: Bastian Stumpf (rechts) wird in der kommenden Saison U15-Trainer von Viktoria Fulda, aber weiterhin für Ehrenberg spielen. Foto: Charlie Rolff

Langsam wird es eng mit der Saison

Wann rollt endlich wieder der Ball? Wohl nicht in den nächsten fünf Wochen. Wie der „Kicker“ berichtet, sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern vor, dass die Pause für den Amateur- und Breitensport bis mindestens Mitte März verlängert wird.

Demnach wurde die Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Länderchefs um 7.40 Uhr am Mittwochmorgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt.

Da der Hessische Fußball-Verband nach einer solch langen Pause – die letzten Pflichtspiele fanden Ende Oktober statt – den Vereinen und Spielern eine mehrwöchige Vorbereitungsphase einräumen möchte, wird es langsam knapp, die Saison einigermaßen sportlich fair beenden zu können. Wenn der HFV, wie so oft kolportiert, um eine einheitliche Lösung bemüht ist und nur die Hinrunde zu Ende spielen will, stehen für die meisten Teams maximal acht Spiele an, beispielsweise in der Hessenliga. Aber in der Gruppenliga Frankfurt Ost wären für einige Mannschaften sogar noch elf Spiele auf dem Terminplan. Sechs Wochen wären dafür wohl mindestens von Nöten. Zudem stehen auch noch bis zu vier Runden im Hessenpokal an. Aus osthessischer Sicht sind Barockstadt und Hünfeld vertreten.

Sollte die Zwangspause also über Mitte März hinaus verlängert werden, würde die Zeit äußerst knapp werden. Denn die Fußballsaison 2020/21 läuft nur bis Ende Juni. Eine Verlängerung erscheint unwahrscheinlich und wurde von den Verantwortlichen – zumindest offiziell – noch nicht in Betracht gezogen. Spätestens Mitte Mai müssten die Amateurkicker also wieder ihrem liebsten Hobby nachgehen dürfen, sollte nicht wie in der Vorsaison eine Wertung erfolgen. Über eine Annullierung, so betonte der HFV zuletzt, solle erst als letztes Mittel nachgedacht werden.

Quelle: https://torgranate.de

Stimmen zum „Projekt-Zukunft“

Die Pläne des „DFB-Projekt-Zukunft“ werden heiß diskutiert, auch in der Region. Werden die Nachwuchsleistungszentrenten aus dem Ligenbetrieb ausgegliedert? Gibt es künftiger weniger Stützpunkte, auch in der Region Fulda? Wir haben Stimmen und Stimmungen von Leuten aus der Region eingefangen.

Matthias Kapelle

Seit gut sechs Jahren ist Kapelle Stützpunkttrainer in Hünfeld – seitdem hat sich einiges verändert: „Früher war es noch so, dass wir aus zehn bis zwölf Vereinen die besten Spieler suchen mussten. Jetzt sind es nur noch drei“, sagt der Ex-Trainer der TSG Lütter, der Veränderungen offen gegenübersteht: „Dem DFB geht es um die Top-Talente. Klar ist, dass es für Regionen wie Kassel oder Frankfurt für zu viele Kinder zu wenige Trainer gibt. In der Theorie kann ich mir hier gut vorstellen, dass die Stützpunkte Hünfeld und Hersfeld sowie Fulda und Marborn zusammengehen.“

Mike Gaul

„Für neue Ideen sollte man immer offen sein. Aber das Konzept sollte passen“, betont Gaul, der seit 20 Jahren Stützpunkttrainer in Marborn ist. Dass der Fokus des DFB besonders in Richtung der Top-Talente gehen soll, sieht der Coach des FV Steinau kritisch. „Ich frage mich halt, was mit der Grauzone passiert. Gibt es dadurch Talente, die uns durch die Lappen gehen, weil wir uns hauptsächlich auf Ballungsräume konzentrieren? Man sollte das Land nicht außer Acht lassen – auch aus Schlechtenwegen kann ein großes Talent kommen.“

Claus Schäfer

Der nordhessische Stützpunktkoordinator gibt einen Einblick in mögliche Optimierungsansätze: „Wir wollen das Talent in den Mittelpunkt stellen. Durch individuelle Förderung wollen wir jedem die gleiche Entwicklungschance geben“, betont Schäfer. Dabei unterscheiden die HFV-Verantwortlichen zwischen lauten und leisen Talenten. Das laute steche durch Selbstbewusstsein oder Körperlichkeit hervor – das leise könne schon mal durch seine zurückhaltende Art durchs Raster fallen, auch durch körperliche Unterlegenheit. „Deshalb fördern wir die Spätgeborenen eines Jahres.“

Manuel Grauel

„Eine Reform muss stattfinden, damit der Anreiz geschaffen wird, wieder mehr Talente zu haben“, weiß der Trainer des C-Junioren-Hessenligisten JFV Bad Soden-Salmünster. Dass dies bei einer Umstrukturierung der Wettbewerbe auf Kosten der Hessenliga geschehen würde, ist Grauel bewusst: „Natürlich würde das Leistungsniveau schwächer werden, aber irgendjemand muss den Kürzeren ziehen. Für mich besteht die größte Herausforderung darin, dass die Spanne zwischen Amateur- und Leistungsfußball nicht zu groß wird. Denn auch die NLZ leben von den Amateuren.“

Thomas Dreifürst

Viktoria Fuldas Vorsitzender kritisierte schon vor einiger Zeit, dass die Stärkung der Nachwuchsleistungszentren eine Schwächung der Amateurvereine ist: „Es entsteht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Wir als kleiner Verein entfremden uns von den NLZ, da kein Wettbewerb stattfindet. Dadurch sinkt die Wertigkeit der Hessenliga.“ Dreifürst kritisiert auch das Vorgehen des DFB: „Das Projekt ist durch Oliver Bierhoff von oben herab doktriniert worden. Landesverbände und der Amateurbereich wurden aber erst jetzt in die Thematik einbezogen.“

Quelle: https://torgranate.de
Foto: Matthias Kapelle (von links), Mike Gaul und Thomas Dreifürst äußern sich unter anderem zu den Plänen des „Projekt Zukunft“. Fotos: Charlie Rolff (2), Oliver Müller

Weiter mit Keim, Jordan und Co.

Bei der SG Bronnzell bleibt in der kommenden Saison alles beim Alten: Jens Keim wird weiterhin die Gruppenliga-Mannschaft trainieren, Florencio Sancho Gonzalez die Reserve in der A-Liga. Auch der Kader bleibt größtenteils zusammen.

„Wir sind mit unseren Trainern sehr zufrieden. Beide harmonieren untereinander sehr gut, deshalb gab es für uns keinen Grund etwas zu verändern“, betont Matthias Weber, Sportlicher Leiter der Viktoria. Der 42-jährige Keim, der zuvor lange als Spieler in Bronnzell aktiv war, wird somit in seine dritte Saison als Trainer gehen. Das Gruppenliga-Team steht derzeit auf Rang sechs, könnte mit Siegen in den Nachholspielen aber noch ganz oben anklopfen. Sancho Gonzalez, der mit seiner Truppe in der A-Liga Fulda auf Rang fünf überwintert, wird in seine zweite Spielzeit gehen.

Auch in Sachen Kaderplanung kann Weber positive Nachrichten bekanntgeben. Bis auf zwei Fragezeichen aufgrund beruflicher und privater Dinge bleibt der komplette Kader der ersten Mannschaft zusammen – auch die hochkarätigen Neuzugänge des Vorjahres: Jan-Niklas Jordan, Marek Weber, Kevin Hohmann und Maximilian Balzer, die von der SG Barockstadt kamen. „Uns war bewusst, dass nicht alles von jetzt auf gleich funktionieren würde. Mit Neuzugängen dieser Qualität hattest du automatisch eine Favoritenrolle inne – die Erfahrung zeigt aber, dass die Findungsphase schon einmal länger dauern kann, wenn man von oben runter in die Gruppenliga kommt“, betont Weber.

Mit Julian Keller (SV Müs) hat die Viktoria einen Abgang zu verkraften, bezüglich externer Neuzugänge werden Augen und Ohren offen gehalten. Wird es wie im Vorjahr einige Rückkehrer geben? „Es ist doch ganz klar, dass der Kontakt zu den Ehemaligen nicht abreißt. Da wird dann automatisch immer schnell spekuliert. Das heißt aber nicht, dass da immer direkt etwas Wahres dran ist“, wiegelt Weber ab. Bei der zweiten Mannschaft bleibt der Stamm ebenfalls komplett.

Quelle: https://torgranate.de
Foto: Charlie Rolff

Saisonverlauf und Ergebnisse

Liebe Tischtennisfreunde,

aufgrund der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb im HTTV seit Ende Oktober eingestellt und soll Anfang März wieder aufgenommen werden, daher im Folgenden ein Überblick über die bisher absolvierten Spiele und Ergebnisse.

Unsere 1. Mannschaft rangiert in der Bezirksklasse Gr. 4 derzeit mit 0:12 Punkten am Ende der Tabelle. Wir waren nicht in allen Spielen chancenlos, bekamen aber das ein oder andere Mal von klar besseren Gegnern deutlich die Grenzen aufgezeigt.

Spieler: Martin Schmitt, Hubert Böhning, Ralf Amthor, Marc Breitenbach, Philipp Asmus, Martin Hintzmann

Johannesberg – Bronnzell 8:4
Punkte: Böhning, Amthor, Asmus, Hintzmann

Uttrichshausen II – Bronnzell 10:2
Punkte: Amthor, Breitenbach

Bronnzell – Margretenhaun-Künzell II 2:10

Punkte: Amthor, Asmus

Haunedorf – Bronnzell 7:5
Punkte: Schmitt, Amthor (2), Asmus, Hintzmann

Niederbieber II – Bronnzell 9:3
Punkte: Schmitt, Amthor, Asmus

Bronnzell – Rommerz 5:7
Punkte: Schmitt (2), Breitenbach, Asmus (2)

Unsere 2. Mannschaft belegt in der 3. Kreisklasse Süd aktuell mit 1:9 Punkten den 9. Platz. Auch hier gab es einige sehr knappe Ergebnisse, letztendlich reichte es bisher aber nur zu einem Punkt.

Spieler: Michael Link, Dr. Burghard Preusler, Hartmut Spade, Andreas Stumpf, David Müller

Bronnzell II – Johannesberg II 2:10
Punkte: Link, Spade

Hattenhof II – Bronnzell II 6:6
Punkte: Link (3), Preusler, Spade (2)

Bronnzell II – Rönshausen II 5:7
Punkte: Link (3), Spade (2)

Kohlhaus III – Bronnzell II 12:0 (NA)
Punkte: –

Bronnzell II – Flieden IV 5:7
Punkte: Link (3), Preusler, Spade


Eure Tischtennisabteilung

Werde Schiedsrichter: Neulingslehrgang in Fulda

Zwar rollt kein Ball, dennoch braucht es neue Schiedsrichter auf den Fußballplätzen der Republik. Auch die Kreisschiedsrichtervereinigung Fulda ist auf der Suche nach neuen Unparteiischen und bietet aus diesem Grund ab dem 22. Januar einen Neulingslehrgang an. Aufgrund der Situation natürlich digital.

Insgesamt fünf Lehrgangstermine wird es geben, die Abschlussprüfung soll, so Kreislehrwart Marcus Klimek, in Präsenzform stattfinden. „Den bereits Angemeldeten habe ich gesagt, dass sie ihre Prüfung absolviert haben, sobald wieder Fußball gespielt werden kann“, sagt Klimek. 

Damit die Lücke zwischen dem letzten Lehrgangstermin und der Prüfung nicht zu groß wird, werde man mit den angehenden Schiedsrichtern absprechen, inwieweit man sich über die Termine hinaus zusammensetzen werde, um die Inhalte frisch zu halten. Bislang seien zwölf Anmeldungen eingegangen, einige freie Plätze bietet die Kreisschiedsrichtervereinigung Fulda noch an.

Die Termine in der Übersicht:

Freitag, 22. Januar (Infoveranstaltung / Kennenlernen)
Sonntag, 24. Januar
Mittwoch, 27. Januar
Sonntag, 31. Januar
Sonntag, 7. Februar

Weitere Informationen findet ihr unter http://sr.sport-fulda.de/.

Quelle: https://osthessen-news.de/sport

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