Pfeiffer kommt und trifft

Mit einem verdienten 2:2 (1:2)-Unentschieden kehrt die SG Bronnzell in der Verbandsliga Nord von ihrem Gastspiel beim FSV Dörnberg nach Hause zurück.

Durch das Remis verpasste Dörnberg die Tabellenführung, während die Bilanz der Bronnzeller mit zwei Siegen, nunmehr zwei Unentschieden und zwei Niederlagen komplett ausgeglichen ist.

Die Partie auf dem Kunstrasen in Dörnberg hätte kaum besser beginnen können,als Tim Horenkamp einen Fehler der Hausherren nutzte und mit einem herrlichen Heber vom Strafraumeck die frühe Führung markierte. Danach kam Dörnberg trotz der Verletzung von Pascal Kemper besser auf und drehte das Spiel bis Mitte des Durchgangs. Eine ganz entscheidende Szene entwickelte sich kurz vor der Pause, als Dörnbergs Schwedes Tim Horenkamp nur per Notbremse stoppen konnte. Dörnberg haderte, dass noch ein weiterer Spieler hätte eingreifen können und Rot daher übertrieben gewesen sei.

So oder so: In Überzahl war Bronnzell nach demWechsel lange Zeit klar besser und kam verdient zum Ausgleich. Torschütze war ausgerechnet der erst kurz vorher eingewechselte Philipp Pfeiffer, der von links in den Strafraum ging und in zentraler Position erst zwei Mal den Abschluss antäuschte, ehe er beim dritten Mal tatsächlich abzog und traf.

Ein anderer „Joker“ sorgte dann für den personellen Gleichstand. Franz Ruppel, gerade erst nach einer Roten Karte wieder spielberechtigt, spielte erst Foul im Mittelfeld und beging dann den Fehler nur 90 Sekunden später nach einem Pfiff derart gegen den Schiedsrichter zu meckern, dass Ruppel vom Feld flog und nun erneut eine Partie aussetzen muss.

FSV Dörnberg: Bergner; Bergmann, Gunkel, Hansch, Müller, Kemper (12. Dietz, 86. Lotzgeselle), Dombei, Krug, Dauber, Richter, Schwedes.
SG Bronnzell: Hofacker; Ruppert, Pecks, Dugan, Balzer (56. Pfeiffer), Hohmann, Weiss, Sandner (56. Ruppel), Sternstein (86. Schneider), Horankamp, Weber; Jäger, Ruppel, Kern, Schneider, Pfeiffer, Milenkovski.
Schiedsrichter: Christian Krafft (Volkmarsen).
Zuschauer: 260.
Tore: 0:1 Tim Horenkamp (5.), 1:1 Dominik Richter (17., Foulelfmeter), 2:1 Henrik Dietz (27.), 2:2 Philipp Pfeiffer (59.).
Rote Karte: Philipp Schwedes (Dörnberg) wegen einer Notbremse (44.).
Gelb-Rote Karte: Franz Ruppel (Bronnzell) wegen Foulspiel und Meckern (82.).

Quelle: www.torgranate.de

Doppelpack von Milenkovski reicht SG Bronnzell II nicht

Im Spiel des TV Neuhof gegen die Reserve der SG Bronnzell gab es Tore am laufenden Band. Am Ende stand es 3:2 zugunsten des TV Neuhof. Der TV Neuhof wurde der Favoritenrolle somit gerecht.

Ein frühes Ende hatte das Spiel für Niklas Riedl vom TV, der in der 13. Minute vom Platz musste und von Florian Pankow ersetzt wurde. Das erste Tor des Spiels ging an den Jahn. Allerdings gelang dies nur mithilfe der SG Bronnzell II: 1:0 für den TV Neuhof durch ein Eigentor in der 45. Minute. Mit einem Tor Vorsprung für den TV Neuhof ging es für die beiden Teams in die Halbzeitpause. Die SG Bronnzell II stellte in der 57. Minute personell um: Niklas Farnung ersetzte Tim Weber und damit ein nomineller Verteidiger den anderen. Mehmet Corumlu beförderte das Leder zum 2:0 des TV Neuhof über die Linie (58.). Durch einen von Dejan Milenkovski verwandelten Elfmeter gelang der SG Bronnzell II in der 77. Minute der 1:2-Anschlusstreffer. Peter Aschenbrücker erhöhte für den TV Neuhof auf 3:1 (87.). Mit dem 2:3 gelang Milenkovski ein Doppelpack – an der Niederlage änderte dies jedoch auch nichts mehr (90.). Als Referee Martina Storch-Schäfer (Petersberg) die Partie abpfiff, reklamierte der TV Neuhof schließlich einen 3:2-Heimsieg für sich.

Mit 20 Punkten aus acht Partien sind die Neuhofer noch ungeschlagen und rangieren derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit 22 geschossenen Toren gehört der Turnverein offensiv zur Crème de la Crème der A-Liga Fulda. Der Gastgeber ist noch ungeschlagen. Es stehen mittlerweile sechs Siege und zwei Unentschieden zu Buche. In den letzten fünf Spielen ließ sich der TV Neuhof selten stoppen, vier Siege und ein Remis stehen in der jüngsten Bilanz.

Die SG Bronnzell II findet sich aktuell in der unteren Tabellenhälfte wieder: Rang acht. Drei Siege, zwei Remis und drei Niederlagen tragen zur Momentaufnahme der Viktoria bei. Die letzten Auftritte der SGB waren nicht von Erfolg gekrönt, sodass auch nur eines der letzten fünf Spiele gewonnen wurde.

Der TV Neuhof tritt am Freitag, den 09.09.2022, um 19:00 Uhr, bei der FSV Steinau/Steinhaus an. Zwei Tage später (12:15 Uhr) empfängt die SG Bronnzell II den FSV Germania Fulda.

Quelle: www.torgranate.de

Sternstein-Gala bei klarem Derby-Erfolg – Bildergalerie

Ein Treffer, drei Vorlagen. Christoph Sternstein von der SG Bronnzell zeigte im Derby gegen die SG Johannesberg eine Glanzleistung, war somit der Wegbereiter für den klaren 5:1 (0:0)-Erfolg.

War SGJ-Schlussmann Christoph Möller im ersten Durchgang der Unterschied, warum Bronnzell noch nicht in Führung gegangen war, so war nach dem Seitenwechsel Namensvetter Sternstein der Grund, warum die Hausherren innerhalb einer Viertelstunde den Erfolg eintüteten. Zunächst traf der Neuzugang aus Hünfeld zur Führung (53.) und bediente daraufhin Marek Weber, der per Hacke traf (60.), und Julian Pecks, der nach einer Ecke mit dem Kopf erfolgreich war (67.). Dem eingewechselten Philipp Pfeiffer legte Sternstein den ersten Saisontreffer auf (88.).

Stefan Dresel über Derbysieg: „Eine Wiedergutmachung“

Hervorheben mochte Bronnzells Trainer Stefan Dresel den 26-Jährigen nicht, sprach stattdessen von einer starken Mannschaftsleistung. „Das erwarte ich auch von ihm. Die zwei Niederlagen haben natürlich am Selbstvertrauen genagt. Wir haben heute die richtige Reaktion gezeigt. Es war so eine Art Wiedergutmachung für die Spiele, die wir gegen Hünfeld und Kleinalmerode gezeigt haben“, sagte Dresel.

Beide Mannschaften schüttelten die klaren Niederlagen vom Mittwoch zunächst gut aus den Kleidern, sorgten für eine muntere Anfangsphase in der Heppeau, aus der sich die Hausherren jedoch als das aktivere Team herauskristallisierten. Weber hätte Bronnzell bereits früh in Führung bringen können (5.), Möller packte bei einem Flugkopball Webers stark zu (19.). Johannesberg ließ im Offensivspiel vieles zu Wünschen übrig, lediglich Radek Görner prüfte den Ex-Johannesberger Niklas Hofacker.

Johannesberg beinahe mit irrer Aufholjagd nach 0:3-Rückstand

Die 3:0-Führung verlieh dem Spiel der Bronnzeller allerdings noch nicht die allerletzte Sicherheit, denn beinahe hätte Johannesberg auf 2:3 verkürzt. Erst nutzte Jan-Henrik Wolf eine zu kurze Abwehr Hofackers, wenige Minuten später stand Görner am langen Pfosten völlig frei, köpfte den Ball aber über das leere Tor (74.). Im Gegenzug aber schraubte die Viktoria jedoch den Deckel drauf, Weber legte für den kurz zuvor eingewechselten Niklas Schneider auf, der genug Zeit für seinen Treffer hatte (75.).

„Da wäre hier wieder Feuer drin gewesen und wir wieder richtig dran“, trauerte SGJ-Trainer Anton Balz der Großchance Görners hinterher. „Heute hatte ich erstmals einen vollen Kader, aber die Rückkehrer sind nicht fit. Es ist wichtig, dass wir jetzt erstmal in die Pause gehen. Das müssen wir erstmal realisieren, denn ich dachte, Hünfeld wäre eine Eintagsfliege“, zeigte sich Balz niedergeschlagen, sprach davon, dass seine Spieler mental derzeit nicht auf der Höhe seien. Den Einbruch nach Sternsteins 0:1 konnte er sich nicht erklären.

SG Bronnzell: Hofacker; Ruppert, Balzer, Pecks, Dugan (87. Jäger) – Kern, Hohmann – Sandner (70. Schneider), Horenkamp (79. Pfeiffer), Sternstein, Weber.
SG Johannesberg: Möller; Marquardt, (75. Witkowski) Schneider (65. Gjocaj), Hussein, Ferreira da Silva (64. Schwarz) – Milankovic, Butsch – Odenwald, Bardhushi, Wolf – Görner.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (FSV Schröck).
Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Christoph Sternstein (53.), 2:0 Marek Weber (60.), 3:0 Julian Pecks (67.), 3:1 Jan-Henrik Wolf (70.), 4:1 Niklas Schneider (75.), 5:1 Philipp Pfeiffer (88.).

Quelle: www.torgranate.de

Ausgeglichen und abwechslungsreich

Der Türkischer SV Fulda und die Zweitvertretung der SG Bronnzell verließen den Platz beim Endstand von 2:2. Wer vor dem Anpfiff ein Match auf Augenhöhe erwartet hatte, fühlte sich durch den Ausgang der Partie bestätigt.

Für das 1:0 des Türkischer SV zeichnete Ümit Oguz verantwortlich (13.). Jetzt erst recht, dachte sich Marvin Plüschke, der kurz nach dem Nackenschlag den Ausgleich parat hatte (17.). Das letzte Tor der turbulenten Startphase markierte Noah Bockmühl in der 26. Minute. Der Türkischer SV Fulda war gewillt auszugleichen. Bis zum Seitenwechsel sprang jedoch nichts Zählbares mehr heraus. Der TSV kam durch ein Eigentor der SG Bronnzell II in der 90. Minute zum Ausgleich. Am Ende stand ein Teilerfolg für beide Mannschaften. Der Türkischer SV und die SG Bronnzell II spielten unentschieden.

Für den Türkischer SV Fulda gibt es einiges zu tun. Denn die Bilanz von fünf Punkten aus vier Heimspielen lässt doch Luft nach oben. Die Fuldaer finden sich derzeit in der unteren Tabellenhälfte wieder: Rang elf. Ein Sieg, zwei Remis und eine Niederlage tragen zur Momentaufnahme der Türken bei.

Ein Punkt reichte der SG Bronnzell II, um in der Tabelle aufzusteigen. Mit nun acht Punkten steht die Viktoria auf Platz sechs. Die SGB verbuchte insgesamt zwei Siege, zwei Remis und eine Niederlage.

Der letzte Dreier liegt für die Bronnzeller bereits drei Spiele zurück.

Quelle: www.torgranate.de

Schmidt rettet das Remis

Die Zweitvertretung der SG Bronnzell ist nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen die SG Frischauf Fulda hinausgekommen. Die Vorzeichen hatten auf Sieg zugunsten der SG Bronnzell II gestanden. Die 90 Minuten zeigten jedoch, dass die SG Bronnzell II der Favoritenrolle nicht gerecht wurde.

Die Viktoria erwischte einen Blitzstart ins Spiel. Tim Horenkamp traf in der dritten Minute zur frühen Führung. Den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften machte bis zur Pause lediglich ein Treffer aus, den die SGB für sich beanspruchte. In der Pause wechselte Frischauf Fulda den nominellen Stürmer Maik Schmidt für Besfort Tafolli ein. In der 63. Minute brachte Schmidt den Ball im Netz der SG Bronnzell II unter. Am Ende sicherte sich die SG Frischauf Fulda mit diesem 1:1 einen Zähler.

Frischauf muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel. Durch den Teilerfolg verbesserte sich die SG im Klassement auf Platz 14. Mit erschreckenden 13 Gegentoren stellen die Fuldaer die schlechteste Abwehr der Liga. Fünf Spiele und noch kein Sieg: Das Heimteam wartet weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis.

Die SG Bronnzell II findet sich derzeit in der unteren Tabellenhälfte wieder: Rang acht. Zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage tragen zur Momentaufnahme der Bronnzeller bei.

Beide Mannschaften erwartet nur eine kurze Pause. Schon am Sonntag reist Frischauf Fulda zum FSV Germania Fulda, während die SG Bronnzell II am selben Tag beim Türkischer SV Fulda antritt.

Quelle: www.torgrantate.de

2. Runde Hessenpokal

Die SG Viktoria empfängt in der 2. Runde des Bitburger-Hessenpokal die SG Bad Soden in der Heppeau.

Die Partie ist für Mittwoch, 14. September angesetzt (Anstoßzeit noch nicht bekannt).

Viktoria gegen Zöll und Co. überfordert

Viktoria Bronnzell hat erstmals die ganze Wucht der noch neuen Spielklasse zu spüren bekommen: Gegen Hessenliga-Absteiger Hünfelder SV unterlag der Gruppenliga-Meister mit 0:5 (0:3) und kassierte im dritten Spiel die erste Niederlage. Schon zur Pause war das Spiel entschieden.

Vielleicht die beste Nachricht für Bronnzell an diesem Abend: Stammkeeper Jonas Ritzel war nach seinem am Samstag beim 2:0-Sieg in Lichtenau erlittenen und bereits operierten Jochbeinbruch schon wieder als Zaungast in der Heppenau dabei. Viel Gutes von seinen Kameraden bekam er allerdings nicht zu sehen – ausgenommen die ersten Minuten, als die Viktoria druckvoll im 4-4-2 agierte und durch Christoph Sternstein (7.) sowie Marek Weber (10.) zwei Halbchancen zu verzeichnen hatte.

Leon Zöll dreimal direkt beteiligt

Doch der HSV befreite sich aus dieser Phase mit dem effektivsten Mittel: Tore schießen. Hatte Maximilian Fröhlich noch das dickste Ding in der Anfangsphase vergeben (7.), lief es Karlo Vidovic sofort rund: HSV-Linksverteidiger Leon Zöll zog einmal mehr in den Strafraum, verlagerte das Spiel klug auf Vidovic, der erst seine wahnsinnige Antrittsschnelligkeit und nur Sekunden seine brachiale Schussgewalt zum 0:1 nutzte (13.).

Dass Hünfeld mit viel Spielfreude agierte und immer wieder die Außenverteidiger in Position brachte, zahlte sich auch beim 0:2 aus: Diesmal steckte Vidovic auf Rechtsverteidiger Nicolas Häuser durch, der von der Torauslinie Torschütze Fröhlich bediente (18.). Hünfeld spielte extrem variabel, insbesondere Fröhlich, Vidovic und Max Vogler tauschten immer wieder die Positionen und stellten Bronnzells fahrige, luftige und zu lässige Bronnzeller Viererkette vor Probleme. Beleg dafür waren die Großchancen von Vogler (21.), Fröhlich (24.), Mark Zentgraf (25.) oder Vidovic (43.), die für eine Deklassion hätten sorgen können.

Bester Hünfelder war aber zweifelsfrei Leon Zöll: Am Sonntag kam er nach Leistenproblemen als Joker und traf beim schmeichelhaften 2:0-Sieg gegen Sandershausen. Diesmal schoss er zwar gar kein Tor, flitzte die linke Bahn bis zur Auswechslung aber unzählige Male auf und ab, initiierte das 0:1, leitete mehrere Großchancen ein und brachte zudem die Standards zum 0:3 und 0:4 punktgenau auf die HSV-Debüttorschützen Nils Witte und Mark Zentgraf. Dass aber Kevin Krieger allein aufgrund seines Alters Zöll auch mal den Ball abnehmen darf, akzeptierte der 20-Jährige und beobachte Krieger aus nächster Entfernung, wie dieser einen Freistoß aus 25 Metern zum Schlusspunkt direkt in die Maschen knallte.

Die Statistik:

Viktoria Bronnzell: Hofacker; Ruppert, Balzer (56. Dinov), Pecks, Dugan (65. Jäger) – Sandner (56. Pfeiffer), Hohmann, Weiss, Sternstein (56. Horenkamp) – Weber, Jordan.
Hünfelder SV: Brunner; Häuser, Witte, Fuß (60. Simon), Zöll (75. Mujezinovic) – Dücker, Zentgraf – Vogler (60. Krieger), Rohde (70. Lovakovic), Fröhlich – Vidovic (83. Schilling).
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Karlo Vidovic (13.), 0:2 Maximilian Fröhlich (18.), 0:3 Nils Witte (29.), 0:4 Mark Zentgraf (53.), 0:5 Kevin Krieger (72.).

Plötzlich schwarz vor Augen

Plötzlich war das Bewusstsein weg. Jonas Ritzels vergangene Tage waren die härtesten in seinem bisherigen Fußballerleben. Der 30-Jährige Keeper der SG Viktoria Bronnzell hat nach einigen Tagen den Schock von Samstag verdaut.

Es lief Minute 40 auf dem Sportplatz in Hessisch Lichtenau. Ein Fernschuss der Gastgeber, plötzlich herrschte Aufregung. Ritzel hechtete nach dem Ball, prallte gegen den Pfosten und blieb regungslos liegen. Das Bewusstsein war weg, zudem blutete der Torhüter. Wie es dazu kam? Ritzel wird es nie beantworten können. Die Ereignisse sind aus seinem Kopf gelöscht. Sein Bewusstsein reicht bis zur Abgabe des Schusses. „Wie ich zum Ball gesprungen bin und was ich falsch gemacht habe, dass ich gegen den Pfosten prallte, ist komplett weg. Ich bin erst wieder zu mir gekommen, als alle um mich herum am Platz standen“, berichtet der 30-Jährige. 

Nachdem er wieder bei Sinnen war, merkte er rasch Unstimmigkeiten. Er befand sich in der stabilen Seitenlage, Kopf und Nacken wurde ihm von einem Lichtenauer Spieler – Notfallsanitäter von Beruf – gehalten. Die Handschuhe waren ausgezogen, ab und klappte Ritzel weg. „Der Schmerz – Kiefer und Jochbein sind gebrochen – kam nach und nach, im Gesicht entstand eine Beule und dann war der Krankenwagen und kurz darauf der Hubschrauber schon da“, erinnert sich Bronnzells Schlussmann zurück.

„Ich ringe selten mit Worten, aber die vielen Nachrichten haben mich gerührt“

Nach fast einer Stunde Unterbrechung nahm das Spiel wieder Fahrt auf, Ritzel flog zu jenem Zeitpunkt ins Kasseler Klinikum. Auch der Weg nach Fulda wäre möglich gewesen, im Nachgang ist der ehemaligen Fliedener froh, dass nur die Wahl Kassel blieb. „Der Pilot kam gerade von einem Einsatz und der Sprit hätte nicht mehr bis nach Fulda gereicht. Das Klinikum Kassel ist spezialisiert auf Verletzungen im Kopfbereich, ich war also die vergangenen Tage sehr gut aufgehoben.“ Seit gestern Mittag ist er zurück in der Heimat, die Operation am Sonntag verlief sehr gut. Rund um das Auge wurden ihm drei Platten eingesetzt, da durch den Jochbeinbruch die Gefahr besteht, dass das Auge in ein Loch fällt. 

Die Tage im Klinikum hatte Ritzel viel Zeit für sich, doch alleine war er nie. Das Telefon stand nicht still, von allen Seiten erreichten ihn Genesungswünsche. „Ich ringe selten mit Worten, habe eigentlich immer was zu sagen. Was mir jedoch seit Samstag entgegengebracht wurde, ist völliger Wahnsinn. Ich kann mich nur bei jedem Einzelnen bedanken. Es tut unglaublich gut in einer solch schwierigen Zeit, die vielen Nachrichten zu lesen.“ Ritzel ist merklich berührt, dankt explizit dem Lichtenauer Verein und allen, die Erste Hilfe geleistet haben. Dass der Fußball eine große Familie ist, zeigten die Schiedsrichter, die nach der Partie die Tasche ins Klinikum brachten.

Konkurrenzkampf? „Wir alle gehören zur Viktoria“

Die kommenden Monate muss Ritzel die Füße vorerst stillhalten. In einem halben Jahr werden die Platten wieder entfernt, in zwei Monaten schon möchte er mit einer Spezial-Maske erste Schritte am Rasen machen. „Ich konnte bislang nach jedem Spiel den Platz zu Fuß verlassen, hatte nie eine schlimmere Verletzung. Hoffentlich bleibe ich künftig verschont“, sagt der Aufstiegskeeper der Viktoria. Dass er fortan fehlt und die Euphorie des Teams durch die erste Verbandsligasaison in der Geschichte des Vereins nicht zu 100 Prozent aufsaugen kann, schmerzt. „Du arbeitest hart in der Vorbereitung, freust dich auf viele Derbys und ich umso mehr auf das Duell gegen meinen alten Verein Flieden. Und dann kommt nach eineinhalb Spielen dieser Schock. Das muss ich rasch verdauen. Mit Niklas Hofacker haben wir einen super zweiten Torhüter, dem ich die Daumen drücke. Bei uns geht es null um Konkurrenzkampf, wir alle gehören zur Viktoria“, schildert Ritzel, der zudem gerade das Haus umbaut und auch dort zurückstecken muss. 

Quelle: www.torgranate.de

Stau, Verletzung, Unterbrechung und Rot beim ersten Verbandsliga-Dreier

Einen völlig verrückten Samstag erlebte die SG Viktoria Bronnzell. Die positive Randerscheinung war der erste Verbandsliga-Dreier in der Vereinsgeschichte, vielmehr überwogen aber die negativen Schlagzeilen beim 2:0-Sieg beim Lichtenauer FV.

Das Drehbuch begann bereits bei der Anreise. Der Viktoria-Tross stand auf der A7 im Stau, kam erst rund eine halbe Stunde vor Anpfiff in Lichtenau an. Beide Teams einigten sich auf einen verspäteten Anpfiff – von Müdigkeit war bei Bronnzell aber überhaupt nichts zu sehen. Sofort waren Christoph Sternstein und Marek Weber im Spiel, Letztgenannter hatte schon nach vier Minuten eine Großchance. Wenig später war es Jan-Niklas Jordan, der hätte die Führung besorgen können. Doch die Osthessen belohnten sich anfangs nicht.

Kurz vor der Pause ereignete sich der Schreckmoment des Tages. Bei einem Distanzschuss prallte Keeper Jonas Ritzel gegen den Pfosten. Der Bronnzeller Schlussmann war sofort bewusstlos und blutete. Der Hubschrauber musste kommen, Ritzel wurde nach Kassel ins Klinikum geflogen und wird am Sonntag operiert. „Kiefer- und Jochbeinbruch“, schilderte Trainer Stefan Dresel kurzum, der von aufgebrachten Minuten sprach. Für rund 60 Minuten war die Begegnung unterbrochen.

Sportlich musste es aber weitergehen, Ritzels Vertreter Niklas Hofacker meisterte seinen Job laut Dresel bravourös – und stand seinen Vorderleuten in nichts nach. Denn Bronnzell war umgehend wieder auf der Höhe, Weber nutzte ein Missverständnis in der Defensive des Gastgebers zur Führung (60.). Der Stürmer legte zehn Minuten vor Schluss nach Vorarbeit von Sternstein nach und stellte die Weichen auf den geschichtsträchtigen Sieg. „Lichtenau machte noch mal Druck und wir hatten Glück bei einem Kopfball an den Pfosten. Unterm Strich aber ein verdienter Dreier, den wir sehr teuer bezahlt haben“, meinte Dresel. Denn zu allem Übel handelte sich Franz Ruppel in der Nachspielzeit eine Rote Karte ein. „Der Linienrichter will was gesehen haben. Was genau, wissen wir nicht“, sagte Dresel.

Statistik

Lichtenauer FV: Biserkin; Ott, Schneider, Dickel, Orschel, Antoniuc, Rusu, Tadeis Gambetta, Dietz, Corbo, Mimbala.
SG Viktoria Bronnzell: Ritzel (40. Hofacker); Ruppel, Pecks, Weber (87. Horenkamp), Hohmann, Jordan (90.+2 Balzer), Weiss, Dugan (84. Jäger), Sandner (68. Pfeiffer), Ruppert, Sternstein.
Schiedsrichter: Daniel Losinski (TSV Immenhausen).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1, 0:2 Marek Weber (60., 80.).
Rote Karte: Franz Ruppel (Bronnzell) wegen einer Tätlichkeit (90.+1).

Quelle: www.torgranate.de

Neuauflage der Aktion „Heimtorspende“

Night Star Express spendet 20€ für jedes Heimtor der ersten Mannschaft der SG Viktoria Bronnzell in der Verbandsliga Hessen Nord in der Saison 2022/2023.

Die Aktion „Heimtorspende“ geht in die zweite Saison. Diesmal möchten wir das Projekt er:wachsen der St. Antonius-Stiftung aus Fulda unterstützen. er:wachsen rückt Menschen in den Fokus, die aufgrund ihres hohen Hilfebedarfs bisher keine Chance auf einen Arbeitsplatz hatten.

Die St. Antonius-Stiftung schafft für diese Menschen individuelle Arbeitsplätze in einem Gewächshaus in Haimbach und stärkt durch sinnstiftende Tätigkeit Selbstwertgefühl, fördert Anerkennung und eröffnet soziale Beziehungen.


Dafür machen wir uns mit unserer Aktion „Heimtorspende“ stark.
Wir gehen zwar mit gutem Beispiel voran – aber helfen kann jeder.
Ob mit 1 Euro oder mit 10 Euro. Jeder gibt, was er kann – denn jeder
Euro hilft. Genaueres zu unserer Aktion: „Spende mit, hilf mit“ findest
Du unter: www.heimtorspende.de

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