Historisches Bronnzell dank Jordans Sahnetag

Die SG Viktoria Bronnzell schreibt im Jahr 2022 nur zu gerne ihre Historie neu. Nach dem Gruppenliga-Meistertitel und dem erstmaligen Erreichen der Verbandsliga wird der Verein nach dem 3:1 (1:0) gegen die SG Ehrenberg im Bitburger Kreispokal-Halbfinale erstmals am Hessenpokal teilnehmen.

„Ich glaube, wir haben einen Lauf“, merkte Niklas Breunung lächelnd an beim Blick auf das Erreichte. Breunung coachte für den am Tegernsee weilenden Stefan Dresel, mit dem er in stetigem Austausch stand. Von einer ausschweifenden Party wird die Viktoria aber absehen. „Wir hatten in den vergangenen Wochen genügend davon. Es ist halt auch Vorbereitung, in zwei Wochen geht die Saison los und am Mittwoch wollen wir uns natürlich jetzt bestens im Pokalfinale verkaufen“, ergänzte Breunung. Ein Heimspiel gegen Regionalligist Barockstadt darf Bronnzell genießen. „Und genießen werden wir es. Es ist ein geiles Erlebnis, gegen einen Regionalligisten spielen zu können. Durch unsere Beziehungen ist es noch mehr besonders.“ Dass im Nachgang der Hessenpokal steht, sei nur das i-Tüpfelchen.

Dass so manche Superlative bemüht wurde, lag in den vorigen 90 Minuten vor allem an Jan-Niklas Jordan. Der ehemalige Barockstädter erledigte dies, wofür Bronnzell ihn hat. In den wichtigen Momenten war der Offensivmann zur Stelle. Beim wichtigen 1:0 stand er passend, nachdem Tim Horenkamp zuvor noch am auf der Linie stehenden Julian Keidel gescheitert war (19.). Den Hattrick schnürte er Mitte der zweiten Halbzeit, als er erst einen Schnitzer im Spielaufbau der Gäste bestrafte (62.) und drei Minuten später herrlich und wuchtig per Volley und ohne Gnade für SGE-Keeper Simon Voll auf 3:0 stellte. Die Messe war frühzeitig gelesen, auch, da Ehrenberg schlicht offensiv keine Akzente setzen konnte. Das allerdings hatte sich schon im Vorfeld angedeutet, fast eine gesamte Elf fehlte den Rhönern in der Heppeau. Das optische und spielerische Übergewicht der Viktoria war daher folgerichtig. Dennoch hagelte es nicht einen Sturmlauf auf das Gästetor. Die Hausherren spielten bedächtig, die Bälle versprangen zudem das eine oder andere Mal auf dem trocken Untergrund. Immerhin belohnten sich die Rhöner mit dem Ehrentreffer und einer guten letzten Viertelstunde. Neuzugang Pascal Eich traf (82.) wie Tage zuvor im Viertelfinale gegen Johannesberg.

Beim Blick auf die Mannschaftsaufstellung überraschte Ehrenberg-Coach Meik Voll indes mit drei Personalien. Sven Bambey, Marius Bublitz und Jan-Hendrik Topmöller tauchten auf dem Spielberichtsbogen auf. Alle drei treten in der neuen Saison kürzer. „Das Pokalspiel zählte aber zur alten Saison. Das musste ich ihnen erst klarmachen“, sagte Voll leicht verschmitzt. Ein „Heimspiel“ erlebte außerdem sein Innenverteidiger Daniel Heil in seinem Heimatort, während auf der Gegenseite Julian Pecks als Maskenmann überraschte. Im Testspiel unter der Woche gegen Künzell brach er sich die Nase. „Der Name Jordan sagt schon alles. Für uns kam das Spiel leider zum falschen Zeitpunkt. Ein echtes Pokal-Halbfinale war es für mich aber nie. Es war kein Fight, kein ansehnliches Spiel“, sagte Voll, während Breunung ergänzte, „dass wir es souverän über die Bühne gebracht haben. Defensiv war es stabil. Unsere Kurve geht in die richtige Richtung.“

Quelle: https://www.torgranate.de

Keeper Hofacker von SG Johannesberg zur SG Bronnzell

Vom Liga-Rivalen SG Johannesberg wechselt Torhüter Niklas Hofacker zum Verbandsliga-Aufsteiger SG Viktoria Bronnzell.

Damit wurde nach dem Abgang von Johannes Ihrig zur TSG Lütter die vakante Torhüterposition mit der Verpflichtung von Hofacker geschlossen. „Wir sind sehr froh, dass wir Niklas für uns gewinnen konnten. Ich kenne ihn noch vom DFB-Stützpunkt. Er ist sehr ehrgeizig und hat seine persönliche und sportliche Entwicklung noch vor sich“, sagt Trainer Stefan Dresel.

Der 21-jährige Hofacker wurde in der Jugendabteilung der SG Bad Soden ausgebildet, spielte anschließend bei Buchonia Flieden in der zweiten Mannschaft und wechselte 2020 nach Johannesberg, wo er in der abgelaufenen Saison zu mehreren Einsatzzeiten in der Verbandsliga kam.

„Wir begrüßen es sehr, dass Niklas die nächsten Schritte seiner noch jungen Karriere bei uns in Bronnzell gehen möchte. Unsere Personalplanungen für die kommende Saison sind hiermit abgeschlossen“, erläutert der Sportliche Leiter Matthias Weber.

Quelle: Torgranate.de

Foto: Christine Görlich

Marek Weber: Torschützenkönig der Gruppenliga Fulda

Hinter Marek Weber liegt eine Saison, die er wohl nie vergessen wird: Mit der SG Bronnzell holte er den Titel in der Gruppenliga. Somit steigt die Viktoria erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Verbandsliga Nord auf. Dazu wurde Weber mit 23 Treffern Torschützenkönig der Gruppenliga.

„Torschützenkönig zu werden, ist für einen Stürmer eine schöne Auszeichnung. Aber die Meisterschaft steht über allem“, sagt der 28-Jährige, der im „normalen“ Leben für eine Unternehmensberatung in Frankfurt tätig ist.

„Wir sind halt ein Dorfverein. Überall, wo du aktuell hingehst, wirst du auf die Meisterschaft angesprochen. Selbst Bronnzeller, die eigentlich nicht so sehr mit dem Fußball verwurzelt sind, freuen sich mit. Es ist eine kleine Euphorie entstanden“, erklärt Weber, der sich besonders freut, „dass wir für die ganzen Menschen etwas geschaffen haben, die sich ehrenamtlich im Verein so stark engagieren und viel für den Verein tun.“

Marek Weber über Neuzugang Julian Pecks: „Passt in jeder Beziehung zu uns“

Dass es mit der Meisterschaft noch geklappt hat, sei auch eine Frage des Kopfes gewesen. „Nachdem wir im letzten Spiel der Vorrunde in letzter Sekunde noch das 1:1 gegen Eiterfeld kassiert haben und der Gegner dadurch deutlich vorne lag, war uns eines bewusst: Wenn wir noch Meister werden wollten, dann mussten wir in der Aufstiegsrunde alle Spiele gewinnen. Eine einzige Niederlage, und der Zug wäre ohne uns abgefahren.“ Es wurde der erträumte Siegeszug: Dank sieben Siegen mit nur drei Gegentoren war Bronnzell nach dem 2:1 gegen Großenlüder am Ziel. „Als wir plötzlich an der Spitze waren, hat man schon gemerkt, dass wir uns einen Kopf machen. Plötzlich ist die Leichtigkeit verloren gegangen. Da war dann ein gewisser Druck spürbar.“

Die Bronnzeller wurden auch für die starke Jugendarbeit der vergangenen 20 Jahre belohnt. Denn nach und nach kam ein Großteil der Spieler von einst zurück in die Heppeau. „Mit Niklas Breunung habe ich mir ja beispielsweise zweieinhalb Jahre während meines Studiums in den USA ein Zimmer geteilt. Dass er uns jetzt mit seinem Kreuzbandriss ein halbes Jahr fehlen wird, das ist ganz bitter“, so Weber. Nächster Eckpfeiler in der „Rückholaktion“ ist Julian Pecks, der von der SG Barockstadt zurück nach Bronnzell kommt. „Auch wir beide sind super befreundet, haben letztes Jahr zusammen in Griechenland Urlaub gemacht. Jetzt stehen wir zwei bald erstmals nach unserer gemeinsamen Zeit in Lehnerz wieder zusammen auf dem Feld. Julian passt in jeder Beziehung super zu uns.“

Zuversicht vor erstem Verbandsliga-Jahr

Anhand der vorhandenen Spieler und der bereits feststehenden Neuzugänge ist Weber zuversichtlich, dass das erste Verbandsliga-Jahr nicht das letzte bleiben wird. „Wir sind gut aufgestellt, und vielleicht kommt uns die Spielweise der Verbandsliga-Gegner entgegen“, mutmaßt der 28-Jährige, der nach seiner Rückkehr in die dritte Saison gehen wird. „Entscheidend wird sein, dass wir weiter über den Teamgeist kommen. Wenn ich sehe, dass wir mit 32 Mann auf Mallorca waren, oder wie sich erste und zweite Mannschaft gegenseitig unterstützen, dann passt das schon. Man muss ja auch wissen, dass nahezu alle Spieler bei uns eine Bronnzeller Vergangenheit im Jugendbereich haben.“

Besonders an der Meisterschaft ist für Marek Weber zudem, dass er dieses geschichtsträchtige Ereignis gemeinsam mit seinen drei Cousins Marian und Roman Weber sowie Mico Wind schaffte. Und dann wäre da ja noch der herausragende Moment beim letzten Spiel in Freiensteinau. Da durfte Marek mit seinem Vater Matthias „Thies“ Weber auf dem Feld stehen. „Eine ganz besondere Situation.“

Breunung: Erneuter Kreuzbandriss

Ausgerechnet beim 2:1 gegen Großenlüder vor knapp vier Wochen, als die SG Viktoria Bronnzell die Gruppenliga-Meisterschaft eintüte und in der Heppeau der Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga gefeiert wurde, verletzte sich Niklas Breunung. Mittlerweile hat der 28-jährige Mittelfeldspieler eine Diagnose, es hat erneut sein Kreuzband erwischt.

„Ich habe sogar noch kurz weitergespielt und nach dem Spiel mitgefeiert“, berichtet der Viktoria-Stammspieler, der bis zu seiner Verletzung in jedem Ligaspiel auf dem Rasen stand. Einen Tag später wurde er beim Physiotherapeuten getaped, Erste MRT-Befunde gaben noch keinen eindeutigen Aufschluss. „Ich hatte vor sechs Jahren bereits das vordere, rechte Kreuzband gerissen und ich befürchtete, dass es wieder so sein könnte“, sagt Breunung. Nach einem erneuten MRT vor wenigen Tagen hat der Bronnzeller Sechser die traurige Gewissheit: Das Kreuzband ist erneut gerissen. Die Enttäuschung ist riesig, doch unterkriegen lässt sich der ehemalige Lehnerzer und Barockstädter nicht. „Wir haben den Aufstieg geschafft, darum hat es sich ja auch irgendwie gelohnt“, meint Breunung und blickt positiv in die Zukunft: „Ende Juli steht mein OP-Termin an. Ich möchte spätestens zur Rückrunde wieder auf dem Platz stehen.“

Wechsel: Ruppel aus Würzburg nach Bronnzell

Die SG Viktoria Bronnzell hat ein weiteres Mal auf dem Spielermarkt zugeschlagen. Mit Franz Ruppel kehrt ein Osthesse nach einigen Jahren zurück in die Region und zum neuen Verbandsligisten.

Der ehemalige Barockstädter Ruppel soll die Defensive der Elf von Stefan Dresel verbessern. Der 22-jährige Defensivspieler spielte zuletzt in der Nähe von Würzburg bei der TG Höchberg in der Landesliga Bayern-Nord. „Mit Franz kehrt ein sehr gut ausgebildeter, talentierter Spieler nach Bronnzell zurück, welchem das Umfeld bestens bekannt ist“, sagt der Sportliche Leiter Matthias Weber.

Ruppel gab 2018 im Alter von 18 Jahren bei der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II sein Debüt in der Verbandsliga. Nach Beendigung seines Studiums zieht es den gebürtigen Löschenröder nun zurück in seine Heimat. „In Bronnzell werde ich auf einen für mich bekannten Verein und einer super Mannschaft treffen. Ich freue mich sehr auf meine fußballerische Rückkehr in den Raum Fulda und auf das Projekt Verbandsliga“, schildert der Ruppel. „Franz kennt bereits viele Spieler aus seiner Zeit bei Barockstadt. Er ist variabel einsetzbar und wird unsere Defensive weiter verstärken“, erläutert Trainer Dresel.

Der Defensivspieler ist Neuzugang Nummer sieben. Zuvor holte die Viktoria Christoph Sternstein (Hünfelder SV), Dejan Milenkovski (Spvgg. Bimbach), Jordan Kern (SG Edelzell/Engelhelms), Julian Pecks (SG Barockstadt)Philipp Pfeiffer (SV Buchonia Flieden) und Niklas Schneider (Spvgg. Hosenfeld).

Transfer: Sternstein vom Hünfelder SV in die Heppeau

Gruppenliga-Meister SG Viktoria Bronnzell kann einen Neuzugang im Offensivbereich bekanntgeben.

Vom Hessenliga-Absteiger Hünfelder SV kommt Stürmer Christoph Sternstein in die Heppeau. Der 26-jährige Angreifer kann sowohl auf den offensiven Außenpositionen als auch im Sturmzentrum spielen und erzielte in der abgelaufenen Spielzeit drei Tore in 19 Spielen. „Christoph hat alle Fähigkeiten, die einen erfolgreichen Stürmer auszeichnen. Er ist variabel einsetzbar und kann uns sofort weiterhelfen“, sagt Trainer Stefan Dresel.

Ausgebildet wurde Sternstein beim JFV Viktoria Fulda, anschließend spielte er beim TSV Lehnerz und bei Barockstadt II in der Hessen- und Verbandsliga. „Mit Christoph Sternstein hat sich ein weiterer Spieler mit Bronnzeller Vergangenheit für die Viktoria entschieden, welcher unter anderem durch seinen Ehrgeiz und seine Erfahrung die positive Entwicklung des Teams vorantreiben wird“, sagt der Sportliche Leiter Matthias Weber.

„In Bronnzell treffe ich auf viele bekannte und vertraute Gesichter. Ich freue mich daher riesig auf die kommende Spielzeit und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass die Verbandsliga kein einmaliges Abenteuer für den Verein bleibt“, schildert Neuzugang Christoph Sternstein.

Willkommen in Bronnzell: Milenkovski und Kern zur SGB

Gruppenliga-Meister SG Viktoria Bronnzell kann weitere Neuzugänge vermelden. Dejan Milenkovski und Jordan Kern stoßen zum künftigen Verbandsligisten.

Milenkovski und Kern sind Neuzugänge Nummer vier und fünf. Der 21-jährige Mittelfeldspieler Milenkovski kommt vom Kreisoberligisten Spvgg. Bimbach. Dort absolvierte er in der jüngsten Saison 20 Spiele und erzielte fünf Tore. Ausgebildet wurde er beim JFV Viktoria Fulda.

Ferner wechselt der 29-jährige Jordan Kern in die Heppeau. Er kommt aus der Bronnzeller Nachbarschaft von der SG Edelzell/Engelhelms zurück zu seinem Heimatverein. Der Linksfuß, welcher bereits von den G-Junioren bis hin zu den B-Junioren bei der Viktoria spielte, ist variabel in der Defensive einsetzbar.

„Wir freuen uns über die Zusage der beiden, welche ja bereits eine Bronnzeller Vergangenheit haben und daher das Umfeld bestens kennen“, sagt der Sportliche Leiter Matthias Weber.

„Wir möchten unseren Kader für die neue Saison breiter aufstellen und dadurch den Konkurrenzkampf auf allen Positionen beleben. Es wird in der Verbandsliga viele Spiele geben, da müssen wir einfach mehr Spieler im Kader haben“, schildert Trainer Stefan Dresel.

Quelle: Torgranate.de

Foto: Charlie Rolff

Die Väter des Bronnzeller Erfolgs

Für die SG Bronnzell ist am vergangenen Sonntag ein Traum in Erfüllung gegangen. Mit dem 2:1 gegen Großenlüder machte die Viktoria die Gruppenliga-Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Verbandsliga Nord perfekt.

Zwei der Väter des Erfolgs sind Matthias und Jürgen Weber, wobei die beiden eher als „Thies“ und „Joe“ bekannt sind. Sie haben einen gehörigen Anteil daran, dass man nun in der höchsten Spielklasse angekommen ist, die Bronnzell in seiner 103-jährigen Geschichte jemals gespielt hat.

Beide sind Ur-Bronnzeller, wobei Matthias den Club noch nie verlassen hat. Der 56-Jährige war immer nur bei der Viktoria. Anders sein „großer“ Bruder „Joe“, der unter anderem mit seinen Treffern dazu beitrug, dass der Hünfelder SV 1982 unter Axel Becker die Rückkehr in ebenjene Verbandsliga (damals Landesliga) schaffte. Danach war Jürgen noch bei verschiedenen Vereinen als Spielertrainer unterwegs, ehe er in die Heppeau zurückkehrte und schließlich mit 49 Jahren sein letztes Spiel in der ersten Mannschaft machte.

Für Jugendarbeit in Bronnzell zu Beginn noch belächelt

„Als wir damals mit der Jugendarbeit angefangen haben, wurden wir von einigen belächelt. So unter dem Motto, dass sowieso alle guten Spieler weggehen würden“, erinnert sich Jürgen. „Den Leuten habe ich damals aber gekontert, dass das bei den Besten so sein wird, aber dass sie irgendwann wieder nach Bronnzell zurückkommen – und genau das ist jetzt eingetroffen“, freut sich der mittlerweile 62-Jährige, der in seiner Laufbahn 276 Tore für die erste Mannschaft des Meisters erzielte.

Viele stehen in der „ewigen Torschützenliste“ nicht vor ihm. Wohl aber sein Bruder. „Thies“ (der Name entstand übrigens schon zu Kindesbeinen, als Bruder Andreas seinen Vornamen Matthias nicht richtig aussprechen konnte) traf gar 408 Mal für die Erste der Viktoria. „Der Erfolg hat ganz viele Namen in Bronnzell. Das ist hier eine verschworene Einheit. Deshalb ist es auch so verdammt schwer, einen Namen zu nennen, weil du dann automatisch jemand wichtigen vergisst. Wir sind halt der oft zitierte Familienverein“, ist Matthias glücklich.

Er führte 2004 bis 2012 die Jugendabteilung, gilt als Organisationsgenie und „Mädchen für alles“. „Wenn man sieht, dass im aktuellen Erste-Mannschaft-Kader nur vier Spieler dabei sind, die keine Vergangenheit in der Bronnzeller Jugend haben, dann erfüllt uns das schon mit Stolz“, sagt der 56-Jährige. Der jetzige Aufstieg sei gleichzustellen mit dem Jahr 2012, als die B-Junioren als Hessenmeister in den Aufstiegsspielen gegen Kaiserslautern um den Platz in der Bundesliga kämpften. „Da waren 4000 Zuschauer hier. Wir sind mit vier Bussen voller Fans dorthin gefahren. Das war einmalig“, schildert Matthias heute rückblickend.

„SV Darmstadt hat nach dem A-Platz gefragt“

Ins Gespräch gekommen, fügt Jürgen eine Anekdote an. „Da kam der Nachwuchs von Darmstadt 98 bei uns am Sportplatz an und hat nach dem Weg zum A-Platz gefragt. Die dachten, das wäre unser Trainingsgelände. Aber wir haben sie damals alle geschlagen. Darmstadt 98 genau wie Kickers Offenbach“ schmunzelt Jürgen, der die Truppe damals von den Bambini bis zum Zusammenschluss zu Viktoria Fulda 14 Jahre am Stück trainierte.

Besonders freuen sich die beiden auf die Derbys gegen Eichenzell und Johannesberg. Matthias: „Wenn du hinter der SG Barockstadt die Nummer zwei in der Stadt werden kannst, dann ist das eine ganz besondere Herausforderung. Wenn mich einer fragt, ob wir Angst vor der Verbandsliga haben, dann antworte ich immer, dass das unnötig ist, weil meine Frau gelernte Arzthelferin ist“, antwortet „Thies“ in gewohnt lockerer Form.

Und für Jürgen ist klar: „An oberster Stelle steht der Klassenerhalt, aber ich traue uns schon einen einstelligen Tabellenplatz zu. So wie hier alle zusammenstehen, können wir das packen. Da kommt auch uns von außen wieder eine wichtige Rolle zu. Denn jeder weiß doch: Wie die Stimmung neben dem Spielfeld ist, so ist sie auch auf dem Feld. Auch deshalb haben wir schon so viele Spiele nach Rückständen gedreht.“

Quelle: Torgranate.de

Foto: Jonas Wenzel

Transfer: Philipp Pfeiffer kommt vom SV Flieden

Als frischgebackener Gruppenliga-Meister hat unsere Viktoria den nächsten Neuzugang zu vermelden. Vom Hessenliga-Absteiger SV Flieden wechselt Philipp Pfeiffer zur SG Bronnzell.

„Ich kenne Philipp noch vom DFB Stützpunkt. Er ist technisch sehr visiert und ist in der Offensive vielseitig einsetzbar. Ich möchte ihn fördern und ein Stück in seiner Entwicklung begleiten“, sagt Trainer Stefan Dresel über den 19-jährigen Neuzugang, der nach Niklas Schneider (Hosenfeld) und Julian Pecks (SG Barockstadt) der dritte Neue für die kommende Saison ist.

Pfeiffer spielte bis zur B-Jugend beim JFV Viktoria Fulda, wechselte dann 2020 zurück nach Flieden und kam in dieser Saison zu mehreren Einsatzzeiten in der Hessenliga. „Wir vom Vorstand der Viktoria begrüßen es sehr, dass sich mit Philipp ein großes Talent für Bronnzell entschieden hat, um bei uns die nächsten Schritte zu gehen“, betont der sportliche Leiter Matthias Weber.

Quelle: Torgranate.de

Foto: Charlie Rolff

Kapitän Weiss schießt die SG Bronnzell in die Verbandsliga

Die SG Bronnzell hat es gepackt und die Gruppenliga-Meisterschaft durch ein 2:1 (0:1) gegen den SV Großenlüder eingetütet.

Die Bronnzeller zeigten sich dabei nicht zum ersten Mal in dieser Saison als Mentalitätsmonster. Zum sechsten Mal im 15. Aufstiegsrunden-Spiel drehte die Viktoria einen Rückstand in einen Sieg. Das war zuvor schon gegen Aulatal und je zweimal gegen FT Fulda und Hosenfeld gelungen.

Dass die Meisterschaft und damit der größte Erfolg der Vereinsgeschichte doch noch bejubelt werden konnte, hatten die Hausherren ihrem Kapitän zu verdanken. Marco Weiss traf doppelt: Erst gelang aus der zweiten Reihe der Ausgleich, als Jan-Niklas Jordan zuvor die Latte getroffen hatte (54.). Mitte der zweiten Halbzeit war der Ur-Bronnzeller dann frei durch und blieb frei vor dem starken Gäste-Keeper Marvin Mohr cool (68.).

„Einfach nur geil. Wir haben die Qualität und Mentalität, um Spiele zu drehen. Aber auch so passt im Team und Verein alles“, sagte Weiss, der schon beim Aufstieg in die Gruppenliga 2013 dabei war – und kaum glauben konnte, dass dieser Erfolg noch getoppt werden würde. Zu den im Anschluss starteten Feierlichkeiten sagte der Kapitän nach Schlusspfiff nur: „Morgen haben wir frei. Wir machen es ähnlich wie die Eintracht.“

SG Bronnzell: In 2022 gab es nur Siege

Zur Pause sah nicht viel danach aus, dass die Party in der Heppeau noch steigen würde. Obwohl Bronnzell überlegen war, setzte Großenlüder mit seinen schnellen Offensivleuten immer wieder gefährliche Nadelstiche. Nach dem Führungstreffer aus dem Nichts durch Moritz Reith – Sascha Hasenauer hatte zuvor das Kopfballduell nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte gewonnen – hatte insbesondere Reith mehrmals die Gelegenheit zu erhöhen. Zweimal hielt Jonas Ritzel aber klasse (20., 31.).

„Die zwei Dinger muss ich machen. Wir haben alles gegeben“, konstatierte Reith. Abgesehen von einer guten Gelegenheit durch Fabian Lehmann (66.) spielte in der zweiten Halbzeit aber nur noch die Mannschaft von Stefan Dresel und verdiente sich den Erfolg damit auf ganzer Linie. „Glückwunsch an Bronnzell. Wer so eine Rückrunde spielt und alles gewinnt, hat sich das verdient“, zeigte sich Reith als fairer Verlierer.

Quelle: Torgranate.de

Foto: Jonas Wenzel

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