Sternstein-Gala bei klarem Derby-Erfolg – Bildergalerie

Ein Treffer, drei Vorlagen. Christoph Sternstein von der SG Bronnzell zeigte im Derby gegen die SG Johannesberg eine Glanzleistung, war somit der Wegbereiter für den klaren 5:1 (0:0)-Erfolg.

War SGJ-Schlussmann Christoph Möller im ersten Durchgang der Unterschied, warum Bronnzell noch nicht in Führung gegangen war, so war nach dem Seitenwechsel Namensvetter Sternstein der Grund, warum die Hausherren innerhalb einer Viertelstunde den Erfolg eintüteten. Zunächst traf der Neuzugang aus Hünfeld zur Führung (53.) und bediente daraufhin Marek Weber, der per Hacke traf (60.), und Julian Pecks, der nach einer Ecke mit dem Kopf erfolgreich war (67.). Dem eingewechselten Philipp Pfeiffer legte Sternstein den ersten Saisontreffer auf (88.).

Stefan Dresel über Derbysieg: „Eine Wiedergutmachung“

Hervorheben mochte Bronnzells Trainer Stefan Dresel den 26-Jährigen nicht, sprach stattdessen von einer starken Mannschaftsleistung. „Das erwarte ich auch von ihm. Die zwei Niederlagen haben natürlich am Selbstvertrauen genagt. Wir haben heute die richtige Reaktion gezeigt. Es war so eine Art Wiedergutmachung für die Spiele, die wir gegen Hünfeld und Kleinalmerode gezeigt haben“, sagte Dresel.

Beide Mannschaften schüttelten die klaren Niederlagen vom Mittwoch zunächst gut aus den Kleidern, sorgten für eine muntere Anfangsphase in der Heppeau, aus der sich die Hausherren jedoch als das aktivere Team herauskristallisierten. Weber hätte Bronnzell bereits früh in Führung bringen können (5.), Möller packte bei einem Flugkopball Webers stark zu (19.). Johannesberg ließ im Offensivspiel vieles zu Wünschen übrig, lediglich Radek Görner prüfte den Ex-Johannesberger Niklas Hofacker.

Johannesberg beinahe mit irrer Aufholjagd nach 0:3-Rückstand

Die 3:0-Führung verlieh dem Spiel der Bronnzeller allerdings noch nicht die allerletzte Sicherheit, denn beinahe hätte Johannesberg auf 2:3 verkürzt. Erst nutzte Jan-Henrik Wolf eine zu kurze Abwehr Hofackers, wenige Minuten später stand Görner am langen Pfosten völlig frei, köpfte den Ball aber über das leere Tor (74.). Im Gegenzug aber schraubte die Viktoria jedoch den Deckel drauf, Weber legte für den kurz zuvor eingewechselten Niklas Schneider auf, der genug Zeit für seinen Treffer hatte (75.).

„Da wäre hier wieder Feuer drin gewesen und wir wieder richtig dran“, trauerte SGJ-Trainer Anton Balz der Großchance Görners hinterher. „Heute hatte ich erstmals einen vollen Kader, aber die Rückkehrer sind nicht fit. Es ist wichtig, dass wir jetzt erstmal in die Pause gehen. Das müssen wir erstmal realisieren, denn ich dachte, Hünfeld wäre eine Eintagsfliege“, zeigte sich Balz niedergeschlagen, sprach davon, dass seine Spieler mental derzeit nicht auf der Höhe seien. Den Einbruch nach Sternsteins 0:1 konnte er sich nicht erklären.

SG Bronnzell: Hofacker; Ruppert, Balzer, Pecks, Dugan (87. Jäger) – Kern, Hohmann – Sandner (70. Schneider), Horenkamp (79. Pfeiffer), Sternstein, Weber.
SG Johannesberg: Möller; Marquardt, (75. Witkowski) Schneider (65. Gjocaj), Hussein, Ferreira da Silva (64. Schwarz) – Milankovic, Butsch – Odenwald, Bardhushi, Wolf – Görner.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (FSV Schröck).
Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Christoph Sternstein (53.), 2:0 Marek Weber (60.), 3:0 Julian Pecks (67.), 3:1 Jan-Henrik Wolf (70.), 4:1 Niklas Schneider (75.), 5:1 Philipp Pfeiffer (88.).

Quelle: www.torgranate.de

Viktoria gegen Zöll und Co. überfordert

Viktoria Bronnzell hat erstmals die ganze Wucht der noch neuen Spielklasse zu spüren bekommen: Gegen Hessenliga-Absteiger Hünfelder SV unterlag der Gruppenliga-Meister mit 0:5 (0:3) und kassierte im dritten Spiel die erste Niederlage. Schon zur Pause war das Spiel entschieden.

Vielleicht die beste Nachricht für Bronnzell an diesem Abend: Stammkeeper Jonas Ritzel war nach seinem am Samstag beim 2:0-Sieg in Lichtenau erlittenen und bereits operierten Jochbeinbruch schon wieder als Zaungast in der Heppenau dabei. Viel Gutes von seinen Kameraden bekam er allerdings nicht zu sehen – ausgenommen die ersten Minuten, als die Viktoria druckvoll im 4-4-2 agierte und durch Christoph Sternstein (7.) sowie Marek Weber (10.) zwei Halbchancen zu verzeichnen hatte.

Leon Zöll dreimal direkt beteiligt

Doch der HSV befreite sich aus dieser Phase mit dem effektivsten Mittel: Tore schießen. Hatte Maximilian Fröhlich noch das dickste Ding in der Anfangsphase vergeben (7.), lief es Karlo Vidovic sofort rund: HSV-Linksverteidiger Leon Zöll zog einmal mehr in den Strafraum, verlagerte das Spiel klug auf Vidovic, der erst seine wahnsinnige Antrittsschnelligkeit und nur Sekunden seine brachiale Schussgewalt zum 0:1 nutzte (13.).

Dass Hünfeld mit viel Spielfreude agierte und immer wieder die Außenverteidiger in Position brachte, zahlte sich auch beim 0:2 aus: Diesmal steckte Vidovic auf Rechtsverteidiger Nicolas Häuser durch, der von der Torauslinie Torschütze Fröhlich bediente (18.). Hünfeld spielte extrem variabel, insbesondere Fröhlich, Vidovic und Max Vogler tauschten immer wieder die Positionen und stellten Bronnzells fahrige, luftige und zu lässige Bronnzeller Viererkette vor Probleme. Beleg dafür waren die Großchancen von Vogler (21.), Fröhlich (24.), Mark Zentgraf (25.) oder Vidovic (43.), die für eine Deklassion hätten sorgen können.

Bester Hünfelder war aber zweifelsfrei Leon Zöll: Am Sonntag kam er nach Leistenproblemen als Joker und traf beim schmeichelhaften 2:0-Sieg gegen Sandershausen. Diesmal schoss er zwar gar kein Tor, flitzte die linke Bahn bis zur Auswechslung aber unzählige Male auf und ab, initiierte das 0:1, leitete mehrere Großchancen ein und brachte zudem die Standards zum 0:3 und 0:4 punktgenau auf die HSV-Debüttorschützen Nils Witte und Mark Zentgraf. Dass aber Kevin Krieger allein aufgrund seines Alters Zöll auch mal den Ball abnehmen darf, akzeptierte der 20-Jährige und beobachte Krieger aus nächster Entfernung, wie dieser einen Freistoß aus 25 Metern zum Schlusspunkt direkt in die Maschen knallte.

Die Statistik:

Viktoria Bronnzell: Hofacker; Ruppert, Balzer (56. Dinov), Pecks, Dugan (65. Jäger) – Sandner (56. Pfeiffer), Hohmann, Weiss, Sternstein (56. Horenkamp) – Weber, Jordan.
Hünfelder SV: Brunner; Häuser, Witte, Fuß (60. Simon), Zöll (75. Mujezinovic) – Dücker, Zentgraf – Vogler (60. Krieger), Rohde (70. Lovakovic), Fröhlich – Vidovic (83. Schilling).
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Karlo Vidovic (13.), 0:2 Maximilian Fröhlich (18.), 0:3 Nils Witte (29.), 0:4 Mark Zentgraf (53.), 0:5 Kevin Krieger (72.).

Plötzlich schwarz vor Augen

Plötzlich war das Bewusstsein weg. Jonas Ritzels vergangene Tage waren die härtesten in seinem bisherigen Fußballerleben. Der 30-Jährige Keeper der SG Viktoria Bronnzell hat nach einigen Tagen den Schock von Samstag verdaut.

Es lief Minute 40 auf dem Sportplatz in Hessisch Lichtenau. Ein Fernschuss der Gastgeber, plötzlich herrschte Aufregung. Ritzel hechtete nach dem Ball, prallte gegen den Pfosten und blieb regungslos liegen. Das Bewusstsein war weg, zudem blutete der Torhüter. Wie es dazu kam? Ritzel wird es nie beantworten können. Die Ereignisse sind aus seinem Kopf gelöscht. Sein Bewusstsein reicht bis zur Abgabe des Schusses. „Wie ich zum Ball gesprungen bin und was ich falsch gemacht habe, dass ich gegen den Pfosten prallte, ist komplett weg. Ich bin erst wieder zu mir gekommen, als alle um mich herum am Platz standen“, berichtet der 30-Jährige. 

Nachdem er wieder bei Sinnen war, merkte er rasch Unstimmigkeiten. Er befand sich in der stabilen Seitenlage, Kopf und Nacken wurde ihm von einem Lichtenauer Spieler – Notfallsanitäter von Beruf – gehalten. Die Handschuhe waren ausgezogen, ab und klappte Ritzel weg. „Der Schmerz – Kiefer und Jochbein sind gebrochen – kam nach und nach, im Gesicht entstand eine Beule und dann war der Krankenwagen und kurz darauf der Hubschrauber schon da“, erinnert sich Bronnzells Schlussmann zurück.

„Ich ringe selten mit Worten, aber die vielen Nachrichten haben mich gerührt“

Nach fast einer Stunde Unterbrechung nahm das Spiel wieder Fahrt auf, Ritzel flog zu jenem Zeitpunkt ins Kasseler Klinikum. Auch der Weg nach Fulda wäre möglich gewesen, im Nachgang ist der ehemaligen Fliedener froh, dass nur die Wahl Kassel blieb. „Der Pilot kam gerade von einem Einsatz und der Sprit hätte nicht mehr bis nach Fulda gereicht. Das Klinikum Kassel ist spezialisiert auf Verletzungen im Kopfbereich, ich war also die vergangenen Tage sehr gut aufgehoben.“ Seit gestern Mittag ist er zurück in der Heimat, die Operation am Sonntag verlief sehr gut. Rund um das Auge wurden ihm drei Platten eingesetzt, da durch den Jochbeinbruch die Gefahr besteht, dass das Auge in ein Loch fällt. 

Die Tage im Klinikum hatte Ritzel viel Zeit für sich, doch alleine war er nie. Das Telefon stand nicht still, von allen Seiten erreichten ihn Genesungswünsche. „Ich ringe selten mit Worten, habe eigentlich immer was zu sagen. Was mir jedoch seit Samstag entgegengebracht wurde, ist völliger Wahnsinn. Ich kann mich nur bei jedem Einzelnen bedanken. Es tut unglaublich gut in einer solch schwierigen Zeit, die vielen Nachrichten zu lesen.“ Ritzel ist merklich berührt, dankt explizit dem Lichtenauer Verein und allen, die Erste Hilfe geleistet haben. Dass der Fußball eine große Familie ist, zeigten die Schiedsrichter, die nach der Partie die Tasche ins Klinikum brachten.

Konkurrenzkampf? „Wir alle gehören zur Viktoria“

Die kommenden Monate muss Ritzel die Füße vorerst stillhalten. In einem halben Jahr werden die Platten wieder entfernt, in zwei Monaten schon möchte er mit einer Spezial-Maske erste Schritte am Rasen machen. „Ich konnte bislang nach jedem Spiel den Platz zu Fuß verlassen, hatte nie eine schlimmere Verletzung. Hoffentlich bleibe ich künftig verschont“, sagt der Aufstiegskeeper der Viktoria. Dass er fortan fehlt und die Euphorie des Teams durch die erste Verbandsligasaison in der Geschichte des Vereins nicht zu 100 Prozent aufsaugen kann, schmerzt. „Du arbeitest hart in der Vorbereitung, freust dich auf viele Derbys und ich umso mehr auf das Duell gegen meinen alten Verein Flieden. Und dann kommt nach eineinhalb Spielen dieser Schock. Das muss ich rasch verdauen. Mit Niklas Hofacker haben wir einen super zweiten Torhüter, dem ich die Daumen drücke. Bei uns geht es null um Konkurrenzkampf, wir alle gehören zur Viktoria“, schildert Ritzel, der zudem gerade das Haus umbaut und auch dort zurückstecken muss. 

Quelle: www.torgranate.de

Stau, Verletzung, Unterbrechung und Rot beim ersten Verbandsliga-Dreier

Einen völlig verrückten Samstag erlebte die SG Viktoria Bronnzell. Die positive Randerscheinung war der erste Verbandsliga-Dreier in der Vereinsgeschichte, vielmehr überwogen aber die negativen Schlagzeilen beim 2:0-Sieg beim Lichtenauer FV.

Das Drehbuch begann bereits bei der Anreise. Der Viktoria-Tross stand auf der A7 im Stau, kam erst rund eine halbe Stunde vor Anpfiff in Lichtenau an. Beide Teams einigten sich auf einen verspäteten Anpfiff – von Müdigkeit war bei Bronnzell aber überhaupt nichts zu sehen. Sofort waren Christoph Sternstein und Marek Weber im Spiel, Letztgenannter hatte schon nach vier Minuten eine Großchance. Wenig später war es Jan-Niklas Jordan, der hätte die Führung besorgen können. Doch die Osthessen belohnten sich anfangs nicht.

Kurz vor der Pause ereignete sich der Schreckmoment des Tages. Bei einem Distanzschuss prallte Keeper Jonas Ritzel gegen den Pfosten. Der Bronnzeller Schlussmann war sofort bewusstlos und blutete. Der Hubschrauber musste kommen, Ritzel wurde nach Kassel ins Klinikum geflogen und wird am Sonntag operiert. „Kiefer- und Jochbeinbruch“, schilderte Trainer Stefan Dresel kurzum, der von aufgebrachten Minuten sprach. Für rund 60 Minuten war die Begegnung unterbrochen.

Sportlich musste es aber weitergehen, Ritzels Vertreter Niklas Hofacker meisterte seinen Job laut Dresel bravourös – und stand seinen Vorderleuten in nichts nach. Denn Bronnzell war umgehend wieder auf der Höhe, Weber nutzte ein Missverständnis in der Defensive des Gastgebers zur Führung (60.). Der Stürmer legte zehn Minuten vor Schluss nach Vorarbeit von Sternstein nach und stellte die Weichen auf den geschichtsträchtigen Sieg. „Lichtenau machte noch mal Druck und wir hatten Glück bei einem Kopfball an den Pfosten. Unterm Strich aber ein verdienter Dreier, den wir sehr teuer bezahlt haben“, meinte Dresel. Denn zu allem Übel handelte sich Franz Ruppel in der Nachspielzeit eine Rote Karte ein. „Der Linienrichter will was gesehen haben. Was genau, wissen wir nicht“, sagte Dresel.

Statistik

Lichtenauer FV: Biserkin; Ott, Schneider, Dickel, Orschel, Antoniuc, Rusu, Tadeis Gambetta, Dietz, Corbo, Mimbala.
SG Viktoria Bronnzell: Ritzel (40. Hofacker); Ruppel, Pecks, Weber (87. Horenkamp), Hohmann, Jordan (90.+2 Balzer), Weiss, Dugan (84. Jäger), Sandner (68. Pfeiffer), Ruppert, Sternstein.
Schiedsrichter: Daniel Losinski (TSV Immenhausen).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1, 0:2 Marek Weber (60., 80.).
Rote Karte: Franz Ruppel (Bronnzell) wegen einer Tätlichkeit (90.+1).

Quelle: www.torgranate.de

Sternsteins Tor bringt die Wende

2:2 (1:2) endete der erste Auftritt der SG Bronnzell in der Verbandsliga Nord. Am Schluss wusste man nicht so recht, ob man über das Resultat nach der schwachen ersten Halbzeit froh sein sollte oder ob der Ärger ob der starken zweiten Hälfte mit vielen Möglichkeiten überwiegt.

Bis zur ersten Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit sah es ganz bitter aus für die Viktoria, für die das „Abenteuer“ Verbandsliga nicht viel schlechter hätte beginnen können. Bis dahin lag der Aufsteiger völlig verdient mit 0:2 hinten. Gegentor Nummer Eins kassierte Bronnzell bereits ganz früh. 70 Sekunden war das Spiel erst alt, als die Hausherren in einen Konter liefen. Florian Heine spazierte durchs Mittelfeld und am Ende der Szene foulte Dinov Christian Kurhenne. Der Elfmeter brachte das erste Gegentor in der Verbandsliga-Historie.

Wichtig dafür, dass die Viktoria wieder ins Spiel kam, war der Anschluss kurz vor der Pause. Nach Vorlage von Kilian Sandner schrieb Christoph Sternstein Vereinsgeschichte als erster Torschütze auf Verbandsliga-Niveau. Mit links traf Sternstein zum denkbar günstigsten Zeitpunkt.

Der Treffer machte Bronnzell Mut. Mit Wiederbeginn war die Elf von Stefan Dresel viel entschlossener und verdiente sich den Ausgleich. Nachdem eine scharfe Hereingabe von Christoph Sternstein noch am Pfosten landete, „klingelte“ es wenig später. Eingeleitet wurde das 2:2 durch eine lange Flanke des eingewechselten Niklas Schneider. Sternstein machte den Ball wieder scharf und über den Umweg Jan-Niklas Jordan landete der Ball am Kopf von Franz Ruppel. Auch das zweite Tor der Viktoria machte also ein Neuzugang.

Im Endspurt war dann vieles möglich. Bronnzell machte jetzt Druck, Willingen musste man aber immer auf dem Schirm haben. Pech hatte die Viktoria, dass nach Attacke von Sternstein der Elfmeterpfiff ausblieb. Hier hätte sich Willingen nicht beschweren dürfen.

Statistik

SG Bronnzell: Ritzel; Dinov (46. Schneider), Ruppel, Pecks, Dugan, Hohmann, Weiss, Sandner (84. Horenkamp), Jordan, Sternstein, Weber.
SC Willingen: Bouma; Schilling, Kesper (80. Gierse), Albrecht, S. Vogel, Bott, J. H. Vogel, Kurhenne, Friedrich (59. Müller), Saure (90.+4 Kroll), Heine.
Schiedsrichter: Alexander Pächthold (Staufenberg).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Matthias Bott (2., Foulelfmeter), 0:2 Florian Heine (24.), 1:2 Christoph Sternstein (45.+2), 2:2 Franz Ruppel (66.).

Quelle: https://www.torgranate.de/verbandsliga/nord/sg-bronnzell-spielt-ihr-erstes-spiel-auf-verbandsebene-gegen-sc-willingen-91711508.html

Selbstbewusst ins „Abenteuer Verbandsliga“

Eine Woche später als die meisten anderen Klassen startet die Verbandsliga am Wochenende in ihre neue Saison. Aufsteiger SG Viktoria Bronnzell geht erstmals überhaupt in dieser Klasse an den Start.

Neuland für den Verein, aber nicht für die meisten Spieler. Fast jeder Bronnzeller Akteur hat sich bereits in der Verbandsliga beweisen dürfen. Die meisten Spiele in dieser Klasse hat Maximilian Balzer mit 134 auf dem Buckel. Doch im Vergleich zu seinen Jahren bei Barockstadt und Lehnerz II hat der Innenverteidiger einen großen Unterschied festgestellt: „Die Verbandsliga ist inzwischen so etwas wie eine starke Gruppenliga. Es gibt zwar immer noch Fahrten in den Kasseler Raum, aber eben auch ganz viele Mannschaften aus Osthessen.“

Acht aus der Region Fulda sind es an der Zahl, neben Bronnzell zudem Hünfeld, Flieden, Bad Soden, Barockstadt II, Eichenzell, Johannesberg und Ehrenberg. Im ersten Spiel der Viktoria geht es nicht gegen einen dieser Gegner, sondern den SC Willingen. Eine „Wundertüte“, wie Balzer aus zahlreichen Duellen weiß. „Es ist unser großer Vorteil, dass wir zuhause spielen. In der Aufstiegsrunde der Gruppenliga haben wir jedes Heimspiel gewonnen“, zeigt sich Balzer vor dem Start am Sonntag (15 Uhr) selbstbewusst.

Viktoria Bronnzell als gute Anlaufstelle für junge Spieler

Viel spricht jedenfalls dafür, dass die Viktoria kein klassischer Abstiegskandidat ist. Zwar werden Niklas Breunung und Mico Wind mit Knieverletzungen lange ausfallen, ansonsten stimmt es im mit Spielern wie Julian Pecks (Barockstadt) oder Christoph Sternstein (Hünfeld) gut verstärkten Kader aber sowohl in der Breite als auch in der Spitze. „Uns war klar, dass wir diese Breite brauchen werden. Wir haben viele Spieler, die ihre Erfahrungen weitergeben können, und sind deshalb eine gute Anlaufstelle für junge Spieler geworden“, betont Balzer, der den „goldenen Jahrgang“, der 2012 an den Aufstiegsspielen zur B-Junioren-Bundesliga gegen den 1. FC Kaiserslautern teilnahm, als Kapitän aufs Feld führte.

Der 27-Jährige ist einer von vielen, die von einst höherklassigen Vereinen zur Viktoria zurückgekehrt sind. Und die keineswegs satt sind. Zwar sagt Balzer, dass sich der Verein beim „Abenteuer Verbandsliga“ erst akklimatisieren müsse – persönlich setzt sich der Innenverteidiger, der in der Vorbereitung durch eine Corona-Infektion zurückgeworfen wurde, aber höhere Ziele als nur den Klassenerhalt. „Ich denke, dass ein einstelliger Tabellenplatz machbar ist. Wir sind eingespielt, fast alle Neuzugänge haben schon mit Spielern aus der Truppe zusammengespielt. Andere Mannschaften müssen sich erstmal finden.“

Quelle: https://www.torgranate.de/verbandsliga/nord/selbstbewusst-ins-abenteuer-verbandsliga-viktoria-bronnzell-91706160.html

Historisches Bronnzell dank Jordans Sahnetag

Die SG Viktoria Bronnzell schreibt im Jahr 2022 nur zu gerne ihre Historie neu. Nach dem Gruppenliga-Meistertitel und dem erstmaligen Erreichen der Verbandsliga wird der Verein nach dem 3:1 (1:0) gegen die SG Ehrenberg im Bitburger Kreispokal-Halbfinale erstmals am Hessenpokal teilnehmen.

„Ich glaube, wir haben einen Lauf“, merkte Niklas Breunung lächelnd an beim Blick auf das Erreichte. Breunung coachte für den am Tegernsee weilenden Stefan Dresel, mit dem er in stetigem Austausch stand. Von einer ausschweifenden Party wird die Viktoria aber absehen. „Wir hatten in den vergangenen Wochen genügend davon. Es ist halt auch Vorbereitung, in zwei Wochen geht die Saison los und am Mittwoch wollen wir uns natürlich jetzt bestens im Pokalfinale verkaufen“, ergänzte Breunung. Ein Heimspiel gegen Regionalligist Barockstadt darf Bronnzell genießen. „Und genießen werden wir es. Es ist ein geiles Erlebnis, gegen einen Regionalligisten spielen zu können. Durch unsere Beziehungen ist es noch mehr besonders.“ Dass im Nachgang der Hessenpokal steht, sei nur das i-Tüpfelchen.

Dass so manche Superlative bemüht wurde, lag in den vorigen 90 Minuten vor allem an Jan-Niklas Jordan. Der ehemalige Barockstädter erledigte dies, wofür Bronnzell ihn hat. In den wichtigen Momenten war der Offensivmann zur Stelle. Beim wichtigen 1:0 stand er passend, nachdem Tim Horenkamp zuvor noch am auf der Linie stehenden Julian Keidel gescheitert war (19.). Den Hattrick schnürte er Mitte der zweiten Halbzeit, als er erst einen Schnitzer im Spielaufbau der Gäste bestrafte (62.) und drei Minuten später herrlich und wuchtig per Volley und ohne Gnade für SGE-Keeper Simon Voll auf 3:0 stellte. Die Messe war frühzeitig gelesen, auch, da Ehrenberg schlicht offensiv keine Akzente setzen konnte. Das allerdings hatte sich schon im Vorfeld angedeutet, fast eine gesamte Elf fehlte den Rhönern in der Heppeau. Das optische und spielerische Übergewicht der Viktoria war daher folgerichtig. Dennoch hagelte es nicht einen Sturmlauf auf das Gästetor. Die Hausherren spielten bedächtig, die Bälle versprangen zudem das eine oder andere Mal auf dem trocken Untergrund. Immerhin belohnten sich die Rhöner mit dem Ehrentreffer und einer guten letzten Viertelstunde. Neuzugang Pascal Eich traf (82.) wie Tage zuvor im Viertelfinale gegen Johannesberg.

Beim Blick auf die Mannschaftsaufstellung überraschte Ehrenberg-Coach Meik Voll indes mit drei Personalien. Sven Bambey, Marius Bublitz und Jan-Hendrik Topmöller tauchten auf dem Spielberichtsbogen auf. Alle drei treten in der neuen Saison kürzer. „Das Pokalspiel zählte aber zur alten Saison. Das musste ich ihnen erst klarmachen“, sagte Voll leicht verschmitzt. Ein „Heimspiel“ erlebte außerdem sein Innenverteidiger Daniel Heil in seinem Heimatort, während auf der Gegenseite Julian Pecks als Maskenmann überraschte. Im Testspiel unter der Woche gegen Künzell brach er sich die Nase. „Der Name Jordan sagt schon alles. Für uns kam das Spiel leider zum falschen Zeitpunkt. Ein echtes Pokal-Halbfinale war es für mich aber nie. Es war kein Fight, kein ansehnliches Spiel“, sagte Voll, während Breunung ergänzte, „dass wir es souverän über die Bühne gebracht haben. Defensiv war es stabil. Unsere Kurve geht in die richtige Richtung.“

Quelle: https://www.torgranate.de

Keeper Hofacker von SG Johannesberg zur SG Bronnzell

Vom Liga-Rivalen SG Johannesberg wechselt Torhüter Niklas Hofacker zum Verbandsliga-Aufsteiger SG Viktoria Bronnzell.

Damit wurde nach dem Abgang von Johannes Ihrig zur TSG Lütter die vakante Torhüterposition mit der Verpflichtung von Hofacker geschlossen. „Wir sind sehr froh, dass wir Niklas für uns gewinnen konnten. Ich kenne ihn noch vom DFB-Stützpunkt. Er ist sehr ehrgeizig und hat seine persönliche und sportliche Entwicklung noch vor sich“, sagt Trainer Stefan Dresel.

Der 21-jährige Hofacker wurde in der Jugendabteilung der SG Bad Soden ausgebildet, spielte anschließend bei Buchonia Flieden in der zweiten Mannschaft und wechselte 2020 nach Johannesberg, wo er in der abgelaufenen Saison zu mehreren Einsatzzeiten in der Verbandsliga kam.

„Wir begrüßen es sehr, dass Niklas die nächsten Schritte seiner noch jungen Karriere bei uns in Bronnzell gehen möchte. Unsere Personalplanungen für die kommende Saison sind hiermit abgeschlossen“, erläutert der Sportliche Leiter Matthias Weber.

Quelle: Torgranate.de

Foto: Christine Görlich

Marek Weber: Torschützenkönig der Gruppenliga Fulda

Hinter Marek Weber liegt eine Saison, die er wohl nie vergessen wird: Mit der SG Bronnzell holte er den Titel in der Gruppenliga. Somit steigt die Viktoria erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Verbandsliga Nord auf. Dazu wurde Weber mit 23 Treffern Torschützenkönig der Gruppenliga.

„Torschützenkönig zu werden, ist für einen Stürmer eine schöne Auszeichnung. Aber die Meisterschaft steht über allem“, sagt der 28-Jährige, der im „normalen“ Leben für eine Unternehmensberatung in Frankfurt tätig ist.

„Wir sind halt ein Dorfverein. Überall, wo du aktuell hingehst, wirst du auf die Meisterschaft angesprochen. Selbst Bronnzeller, die eigentlich nicht so sehr mit dem Fußball verwurzelt sind, freuen sich mit. Es ist eine kleine Euphorie entstanden“, erklärt Weber, der sich besonders freut, „dass wir für die ganzen Menschen etwas geschaffen haben, die sich ehrenamtlich im Verein so stark engagieren und viel für den Verein tun.“

Marek Weber über Neuzugang Julian Pecks: „Passt in jeder Beziehung zu uns“

Dass es mit der Meisterschaft noch geklappt hat, sei auch eine Frage des Kopfes gewesen. „Nachdem wir im letzten Spiel der Vorrunde in letzter Sekunde noch das 1:1 gegen Eiterfeld kassiert haben und der Gegner dadurch deutlich vorne lag, war uns eines bewusst: Wenn wir noch Meister werden wollten, dann mussten wir in der Aufstiegsrunde alle Spiele gewinnen. Eine einzige Niederlage, und der Zug wäre ohne uns abgefahren.“ Es wurde der erträumte Siegeszug: Dank sieben Siegen mit nur drei Gegentoren war Bronnzell nach dem 2:1 gegen Großenlüder am Ziel. „Als wir plötzlich an der Spitze waren, hat man schon gemerkt, dass wir uns einen Kopf machen. Plötzlich ist die Leichtigkeit verloren gegangen. Da war dann ein gewisser Druck spürbar.“

Die Bronnzeller wurden auch für die starke Jugendarbeit der vergangenen 20 Jahre belohnt. Denn nach und nach kam ein Großteil der Spieler von einst zurück in die Heppeau. „Mit Niklas Breunung habe ich mir ja beispielsweise zweieinhalb Jahre während meines Studiums in den USA ein Zimmer geteilt. Dass er uns jetzt mit seinem Kreuzbandriss ein halbes Jahr fehlen wird, das ist ganz bitter“, so Weber. Nächster Eckpfeiler in der „Rückholaktion“ ist Julian Pecks, der von der SG Barockstadt zurück nach Bronnzell kommt. „Auch wir beide sind super befreundet, haben letztes Jahr zusammen in Griechenland Urlaub gemacht. Jetzt stehen wir zwei bald erstmals nach unserer gemeinsamen Zeit in Lehnerz wieder zusammen auf dem Feld. Julian passt in jeder Beziehung super zu uns.“

Zuversicht vor erstem Verbandsliga-Jahr

Anhand der vorhandenen Spieler und der bereits feststehenden Neuzugänge ist Weber zuversichtlich, dass das erste Verbandsliga-Jahr nicht das letzte bleiben wird. „Wir sind gut aufgestellt, und vielleicht kommt uns die Spielweise der Verbandsliga-Gegner entgegen“, mutmaßt der 28-Jährige, der nach seiner Rückkehr in die dritte Saison gehen wird. „Entscheidend wird sein, dass wir weiter über den Teamgeist kommen. Wenn ich sehe, dass wir mit 32 Mann auf Mallorca waren, oder wie sich erste und zweite Mannschaft gegenseitig unterstützen, dann passt das schon. Man muss ja auch wissen, dass nahezu alle Spieler bei uns eine Bronnzeller Vergangenheit im Jugendbereich haben.“

Besonders an der Meisterschaft ist für Marek Weber zudem, dass er dieses geschichtsträchtige Ereignis gemeinsam mit seinen drei Cousins Marian und Roman Weber sowie Mico Wind schaffte. Und dann wäre da ja noch der herausragende Moment beim letzten Spiel in Freiensteinau. Da durfte Marek mit seinem Vater Matthias „Thies“ Weber auf dem Feld stehen. „Eine ganz besondere Situation.“

Breunung: Erneuter Kreuzbandriss

Ausgerechnet beim 2:1 gegen Großenlüder vor knapp vier Wochen, als die SG Viktoria Bronnzell die Gruppenliga-Meisterschaft eintüte und in der Heppeau der Aufstieg in die Fußball-Verbandsliga gefeiert wurde, verletzte sich Niklas Breunung. Mittlerweile hat der 28-jährige Mittelfeldspieler eine Diagnose, es hat erneut sein Kreuzband erwischt.

„Ich habe sogar noch kurz weitergespielt und nach dem Spiel mitgefeiert“, berichtet der Viktoria-Stammspieler, der bis zu seiner Verletzung in jedem Ligaspiel auf dem Rasen stand. Einen Tag später wurde er beim Physiotherapeuten getaped, Erste MRT-Befunde gaben noch keinen eindeutigen Aufschluss. „Ich hatte vor sechs Jahren bereits das vordere, rechte Kreuzband gerissen und ich befürchtete, dass es wieder so sein könnte“, sagt Breunung. Nach einem erneuten MRT vor wenigen Tagen hat der Bronnzeller Sechser die traurige Gewissheit: Das Kreuzband ist erneut gerissen. Die Enttäuschung ist riesig, doch unterkriegen lässt sich der ehemalige Lehnerzer und Barockstädter nicht. „Wir haben den Aufstieg geschafft, darum hat es sich ja auch irgendwie gelohnt“, meint Breunung und blickt positiv in die Zukunft: „Ende Juli steht mein OP-Termin an. Ich möchte spätestens zur Rückrunde wieder auf dem Platz stehen.“

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